Posts Tagged ‘West Bank’

Interview with Mustafa Barghouti

Donnerstag, Februar 3rd, 2011

On Thursday 27 January 2011 we held an interview with civil rights activist and President of the Palestinian Medical Relief Society (PMRS), Dr. Mustafa Barghouti at his office in Ramallah. Limited capacity and a few mishaps prevented us from publishing the material any earlier.

Barghouti, together with the late Edward Said and others, is a co-founder of Palestinian National Initiative (Al-Mubadara) – a social democratic and reformist organization founded in 2002 which was incorporated into the Socialist International (SI) in 2008. The Al-Mubadara sees itself as a movement of the so-called Third Way, i.e. as an alternative to the PLO and Hamas. Dr. Mustafa Barghouti is a critic of the PLO and is committed to a peaceful resistance against the Israeli occupation and the continuing settlement construction.

In 2005 Barghouti ran for the presidential elections and with almost 20 per cent of the votes came out second behind PLO chairman Mahmud Abbas. He received support from the PFLP for the election which decided against sending one of their own contestants into the race.

In contrast, the Independent list, comprised of Al-Mubadara and some independent candidates, was much less successful in the elections for the Palestinian Legislative Council in 2006: only Barghouti and one other representative won a seat while Hamas emerged victorious.

Whether the Al-Mubadara will be able to benefit from the current weakness and failure of the PLO will become apparent in the next election.

In this interview Dr. Barghouti addresses the current economic situation in the West Bank, the failed peace process, the Palestine Papers and the responsibility of the international community for the continued occupation and situation of the Palestinians.

Part 1

Part 2

New York Times: Die zwei Seiten eines Stacheldrahtzauns

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Nicholas D. Kristof, zweifacher Gewinner des Pulitzer-Preises und wohl einer der bekanntesten Journalisten der USA, schreibt in seiner Kolumne in der New York Times über die Besatzung, Wasser und Siedler: „The Two Sides of a Barbed-Wire Fence“ – New York Times, 30.06.2010.

Agressive Aliyah-Werbung: Penthouse in Ariel gefällig?

Donnerstag, Juni 24th, 2010

Kiera Feldmann über eine pervers anmutende Messe der Jewish Agency in New York, in der die Judaisierung der Westbank offen propagiert und Siedler mit Geld, Universitätsabschlüssen und Wohnungen vor und hinter die Grüne Linie gelockt werden. „Israeli expo in NYC markets penthouses in settlements“ – Mondoweiss, 23.06.2010. Dazu gibt es das passende Werbevideo für zu der im palästinensischen Teil Jerusalems gelegenen Siedlung Ramat Eshkol:

Checkpoint – Machssomim (2003)

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Das Thema ist und bleibt aktuell. Der Film von Yoav Shamir zeigt den ebenso banalen wie harten Alltag an den Grenzkontrollpunkten zwischen Israel und Palästina. Täglich können die israelischen Grenzsoldaten ihre Besatzerrolle ausspielen und ihre Macht genießen, wenn Palästinenser die Kontrollpunkte passieren wollen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Andererseits sind sie trotz schwerster Bewaffnung nie sicher vor terroristischen Anschlägen.

Die West Bank und der Gaza-Streifen werden seit 1967 vom israelischen Militär kontrolliert. Täglich müssen Tausende von Palästinensern die Kontrollpunkte passieren, wenn sie zur Arbeit oder zum Arzt müssen, Verwandte besuchen oder einfach nur wieder nach Hause wollen. Angesichts der Gefahr von Terroranschlägen sind die Soldaten an den Checkpoints schwer bewaffnet, die Kontrollen streng. Die Nervosität der Grenzer ist spürbar. Manche fühlen sich in ihrer Besatzerrolle sichtlich unwohl. Andere genießen ihre Macht, und so kommt es Tag für Tag zu Schikanen gegenüber den Palästinensern. Sie müssen stundenlang im Regen warten oder werden ohne Begründung heimgeschickt. Es sind oft persönliche Faktoren, die den Ausschlag geben, ob sie hinübergehen dürfen oder nicht. Diese Begegnungen zwischen den israelischen Soldaten und der palästinensischen Bevölkerung haben tief greifende politische und gesellschaftliche Auswirkungen. Sie vertiefen den Graben auf beiden Seiten.

Zwei Jahre lang filmte Yoav Shamir an den Checkpoints um die Städte Nablus, Jenin und Ramalah. Ohne jemanden zu denunzieren, zeigt „Checkpoint“ die oft banale und meist harte Realität – vor und hinter den Absperrungen. (Quelle: Israel-Palästina)

Das neue israelische Militärgesetz für das Westjordanland

Samstag, April 17th, 2010

Nachdem Natanjahu vor der AIPAC seine Ansprache gehalten hatte1, wollte ich eigentlich einen Artikel dazu schreiben, der das absolute Schweigen der deutschen Medien und die internationale Rechtslage dazu eingehend analysiert.2 Es gab zwar Kurzmeldungen3, eine Reaktion oder ein Protest der Politik blieb aber weitgehend aus. Ganz getrennt davon, dass eine Annexion Ost-Jerusalems einen zukünftigen palästinensischen Staat im Grunde verunmöglicht, weil der Osten der Stadt in etwa das Herz der Region darstellt4, wäre es ebenfalls interessant gewesen sich zu vergegenwärtigen, wie die eindeutige Rechtslage dazu aussieht.5 (mehr …)

  1. Diese kann man auf Hagalil nachlesen: http://www.hagalil.com/archiv/2010/03/23/aipac/ []
  2. Die Auseinandersetzung mit dem Buch von Tarach hat das leider verhindert; Zeit steht nicht unendlich zu Verfügung. []
  3. Zum Beispiel Tagesschau.de: http://www.tagesschau.de/ausland/netanjahu184.html []
  4. Abgesehen von der zentralen Lage der Stadt ist sie auch der politische, wirtschaftliche und kulturelle Mittelpunkt der palästinensischen Gesellschaft []
  5. Nach Artikel 2 Zif. 4 der Charta der Vereinten Nationen vom 26. Juni 1945 ist „jede gegen die territoriale Unversehrtheit […] eines Staates gerichtete […] Androhung oder Anwendung von Gewalt“ verboten. Daraus folgt das grundsätzliche völkerrechtliche Verbot von Okkupation und Annexion. []

Jerusalem – The East Side Story (2008)

Mittwoch, März 17th, 2010

One of the latest shipment of history is the Israeli occupation. In 1948, the western part of the city fell under Israeli control; in 1967, the eastern part fell under Israeli occupation. Since then, Israel has pursued a policy of Judaizing the city, aiming to achieve Jewish demographic superiority. Part of this policy is to drive Palestinian Muslims and Christians out of the city; denying their presence, history, and ties to the land.

The documentary takes you on a journey exposing Israels policy to gain supremacy and hegemony over the city and its inhabitants. It also touches on the future of the city: Jerusalem is the key to peace; without Jerusalem, there is no peace for anyone. The film includes interviews with Palestinian and Israeli leaders, human rights activists and political analysts. (Quelle: offizielle Homepage)