Posts Tagged ‘Samuel Salzborn’

Wir mögen euch nur, wenn ihr tot seid!

Sonntag, Oktober 7th, 2012

Leute wie Samuel Salzborn oder die Meute von der Jungle World mögen Linke oder Kommunisten jüdischer Herkunft nur, wenn sie unter der Erde liegen. Ansonsten schweigen sie sich über diese aus oder beschimpfen sie auch des öfteren als Antisemiten.

Zuckermann zu Voigts und Salzborns Antisemitismusstudie

Dienstag, Oktober 4th, 2011

Eine Studie mit dem Titel „Antisemiten als Koalitionspartner?“ von dem Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des BAK Shalom in der Linksjugend solid, sorgte Ende Mai für großen Wirbel. Die gegen die Partei DIE LINKE zahlreich erhobenen Antisemitismusvorwürfe schienen nun endlich bewiesen. Die Fraktionen von CDU/CSU und FDP fühlten sich sogar veranlasst, eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag einzuberufen. Die Debatte im höchsten Parlament der Republik mit beschämend niedrigem Niveau geriet zeitweise zum Tribunal gegen die LINKE – ebenso die darauf folgende Medienkampagne. Die Redaktion Hintergrund interessieren die Fragen: Was taugt diese Studie eigentlich wissenschaftlich? Und welche ihrer Inhalte und Thesen machen sie so geeignet für die politischen Gegner, sie als ideologisches Geschütz gegen die LINKE in Stellung zu bringen? Hintergrund bat den israelischen Historiker Moshe Zuckermann um eine kleine Expertise. Weiterlesen. (Danke an Felix)

Voigt und Salzborn: Ein Schwindel kommt groß raus

Dienstag, Juni 14th, 2011

Ich habe selten einen inhaltlich größeren Unfug gelesen, als den von Sebastian Voigt und Samuel Salzborn wahrlich „produzierten“ Text, der  genüsslich von der bürgerlichen Presse zitiert wird und die Linkspartei in den letzten Tagen in so große Bedrängnis gebracht hat. Man muss kein Freund der LINKEN sein, um zu sehen, dass hier ein „hoax“ zusammengezimmert wurde. Mit dem entsprechenden Aufwand wäre es wahrscheinlich nicht allzu problematisch die meisten ihrer daher gelaufenen Argumente und viele der Quellen auseinander zu nehmen. Aber weil ich keine Lust und vor allem keine Zeit habe, muss ein Interview mit Peter Ullrich reichen: „Linker Antisemitismus?“Telepolis, 11. Juni 2011

Lieber PD Dr. Samuel Salzborn

Samstag, Mai 1st, 2010

Lieber PD Dr. Samuel Salzborn,

es kann einem wirklich angst und bange werden, wenn man Ihren Text so liest. Es scheint ein wahrer Mob in der Jüdischen Gemeinde zu Berlin gehaust zu haben, gemeingefährlich, der schreiend und aggressiv den Ablauf störte und bei dem manch einem der älteren Besucher fürchterliche Erinnerungen an ihre Jugend oder Kindheit hätten aufkommen können. Ich stelle mir tumultartige Szenen vor und wäre, wenn ich nicht die Wahrheit wüsste, erschrocken und wütend, weil es ja durchaus nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass Antisemiten und Rechtsextreme schon wieder offen auf einer jüdischen Veranstaltung auftauchen. Immerhin rannten heute 250 urplötzlich über den Kudamm in Berlin.  Ich lese:

20 Personen sprangen nach dem Grußwort (!) der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde, Lala Süsskind, auf, störten den Ablauf und hielten vorbereitete Plakate mit Solidaritätsbekundungen für Iris Hefets, die Autorin des taz-Artikels, hoch.

Und dann sehe ich die irgendwie überhaupt nicht bedrohlich wirkenden Menschen, die dort stehen und mir so gar nicht eine aggressive Körperhaltung ausdrücken.

Und ich lese weiter und da schreiben Sie, dass „die antisemitische Stimmung, die sich schwerlich als ’nur‘ antizionistisch zu tarnen vermag, […] sich am Rande des Ausnahmezustandes“ bewegte. Die Polizei habe die Aufgabe, „Antisemiten daran zu hindern, ihren Aggressionen freien Lauf zu lassen“. Und dabei vergessen Sie ganz zufällig zu erwähnen, dass diese jungen Menschen dort aus Israel waren, der Gruppe „Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost“ angehörten und mitnichten so einfach als Antisemiten und vielleicht nicht einmal als Antizionisten bezeichnet werden können.

Das wären langsam aber ziemlich viele jüdische und israelische Antisemiten, finden Sie nicht? Viel zu viele. Aber das natürlich alles nur am Rande. Ist ja auch nur eine Randnotiz hier. Alles Gute.

Nachtrag: All das Geschriebene gilt natürlich auch für Sie, sehr geehrter Herr Arvid Vormann. Inzwischen dürfte aber wohl der größte Dussel mitbekommen haben, dass hier nur wieder Knallkörper in die Luft geworfen werden.