Archiv für das 'Richard Goldstone'-tag

Was wirklich an dem Goldstone-Report nicht stimmt

Der emeritierte Prof. Jerome Slater, ein Verfechter des jüdischen Charakters Israels, zeigt den wirklichen Fehler des Goldstone-Reports auf: “What’s really wrong with the Goldstone Report” – Mondoweiss, 14. Dezember 2010

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Uribes Bennennung: Sühne für Goldstone?

Fast könnte man meinen, dass die Benennung des scheidenden kolumbianischen Präsidenten Álvaro Uribe eine Sühne der UN für vergangenes “Unrecht” ist, Richard Goldstone die Untersuchung des Massakers in Gaza überlassen zu haben. “Uribe’s appointment to flotilla probe guarantees its failure”Electronic Intifada, 6. August 2010

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Human Rights Watch bestätigt Goldstone-Report

Die israelische Regierung verneinte stets, dass man vorsätzlich und systematisch die Infrastruktur Gazas während der Operation “Gegossenes Blei” zerstört habe, wie der UN-Report behauptete. Mondweiss weiß mehr dazu.

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Wer im Glashaus sitzt – Goldstone, die zweite Runde

Sasha Polakow-Suransky, Autor des neuen Buches “The Unspoken Alliance: Israel’s Secret Relationship with Apartheid South Africa“, über die Heuchelei und Doppelmoral israelischer Journalisten und Politiker: “Gold stones, glass houses“, The Middle East Channel, 10.05.20010

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Alan Dershowitz vegleicht Richard Goldstone mit Nazis wie Mengele

Es wird absurder und absurder. Nachdem Alan Dershowitz schon 38 südafrikanische Rabbis als anti-israelisch und pro-Hamas beschimpfte und des Ritualmordes bezichtigte, vergleicht er nun Richard Goldstone, der während der Apartheid 28 Menschen zu Tode verurteilte, mit Mengele oder SS-Offizieren. Antony Loewnstein fasst den Artikel zu Goldstone aus der Yediot zusammen.

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Yasher Koah, Judge Goldstone!

Inzwischen ist es so weit, dass Richard Goldstone, der den UN-Bericht zu Gaza ausarbeitete, nicht an der Bar Mitzwa seines Enkels teilnehmen kann. Die Jerusalem Post bezieht Stellung!

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Bericht der Untersuchungskommission der Vereinten Nationen über den Gaza-Konflikt (Goldstone Report)

Neu erschienen im Verlag von Abraham Melzer ist eine Übersetzung des Goldstone-Reports. Richard Goldstone, ein waschechter Zionist, wird seit der Veröffentlichung von offizieller israelischer Seite, aber auch von pro-israelischen und zionistischen Organisationen und Lobbygruppen hart angegriffen und sogar als Antisemit bezeichnet (was das Argument Antisemit so ziemlich ad absurdum führt und die meisten liberalen Juden nur den Kopf schütteln lässt). Melzer hat den Bericht übersetzen lassen und veröffentlicht.

Aus der Ankündigung:

Der Bericht der UNO-Kommission bestätigt in erschütternder Weise, was sich bereits während Israels Krieg in Gaza deutlich abgezeichnet hat: Israel und bewaffnete palästinensische Gruppen haben sich Kriegsverbrechen schuldig gemacht. Dabei fällt die Beurteilung der israelischen Verstöße gegen internationales Recht wesentlich drastischer aus: von kollektiver Bestrafung ist die Rede, von unangemessener Gewaltanwendung gegenüber der Zivilbevölkerung bis hin zur Bombardierung von Gebäuden, in die die Bevölkerung vorab von israelischen Soldaten getrieben wurde. Zudem hat Israel im Gegensatz zu den palästinensischen Behörden die Zusammenarbeit mit der Kommision bislang verweigert und ist seiner Verpflichtung, die begangenen Verbrechen selbst zu untersuchen und strafrechtlich zu verfolgen, nicht nachgekommen. Das ist absolut inakzeptabel. Die Schuldigen müssen zur Verantwortung gezogen werden. Bislang gibt es Übersetzungen in allen sechs UN-Amtssprachen. Um der deutschen Öffentlichkeit und den deutschen Politikerinnen und Politikern zu ermöglichen, sich schneller und einfacher einen Überblick zu verschaffen, hat Abraham Melzer, ein jüdischer Verleger auf eigene Kosten, ein Übersetzerteam zusammengestellt, das den Bericht ins Deutsche übersetzte. Es handelt sich dabei nicht um eine offizielle Übersetzung. Zusätzlich zur englischen Originalfassung enthält die deutsche Fassung ein Glossar, ein Stichwort- und ein ausführlicheres Abkürzungsverzeichnis.

Die Junge Welt hatte das Vorwort zum Report von Ilan Pappe (Die ethnische Säuberung Palästinas, 2007) in zwei Teilen vorab veröffentlicht. Nachzulesen hier:
Teil 1
Teil 2

Chris Hedge: Israel Crackdown Puts Liberal Jews on the Spot

The Israeli government, its brutal war crimes in Gaza exposed in detail in the U.N. report by Justice Richard Goldstone, has implemented a series of draconian measures to silence and discredit dissidents, leading intellectuals and human rights organizations inside and outside Israel that are accused—often falsely—of assisting Goldstone’s U.N. investigators. The government of Benjamin Netanyahu is attempting to shut down Israel’s premier human rights organizations, including B’Tselem, the New Israel Fund (NIF) and the Association for Civil Rights in Israel. It is busy expelling or excluding peace activists and foreign nationals from the Palestinian territories. The campaign, if left unchecked, will be as catastrophic for Palestinians as it will be for Israel.

The Goldstone report, which is over 500 pages, investigated Israel’s 22-day air and ground assault on Gaza that took place from Dec. 27, 2008, to Jan. 18, 2009. The United Nations and the European Parliament have endorsed the report. The report found that Israel used disproportionate military force against Hamas militants in the Gaza Strip while failing to take adequate precautions to protect the civilian population against the military assault. The Israeli attack killed 1,434 people, including 960 civilians, according to the Palestinian Center for Human Rights. More than 6,000 homes were destroyed or damaged, leaving behind some $3 billion in destruction in one of the poorest areas on Earth. No Israelis were killed by Hamas rockets fired into Israel during the assault. The report did not limit itself to the 22-day attack; rather, it went on to indict the occupation itself. It examines the beginning of the occupation and condemns Israel for the border closures, the blockade and for the wall or security barrier in the West Bank. It has two references to the right of return, investigates Israeli torture and criticizes the willful destruction of the Palestinian economy.


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Eine gute Übersicht über die Sackgasse Zweistaatenlösung und UN-Anerkennung: “Die palästinensische Autonomiebehörde steckt in der Falle”taz, 28. September 2012.

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