Posts Tagged ‘New Anti-Semitism’

Wir fordern des Botschafters Kopf

Dienstag, Dezember 6th, 2011

Nachdem der US-Botschafter in Belgien, selber Jude und Sohn eines polnischen Holocaustüberlebenden, einen großen Anteil antijüdischer Ressentiments in den europäischen muslimischen Gemeinden dem anhaltenden Konflikt Israels mit den Palästinensern zuschreibt, fordern die Apologeten Israels seinen Kopf. Philip Weiss über eine Polit-Posse: „Read the Ambassador’s speech on settlements fostering anti-Semitism that has neocons calling for his scalp“Mondoweiss, 5. Dezember 2011

Defamation (2009)

Sonntag, Juli 24th, 2011

Was bedeutet Antisemitismus heute, zwei Generationen nach dem Holocaust? Bei seiner kontinuierlichen Erforschung des modernen Lebens der Israeli bereist Regisseur Yoav Shamir (Checkpoint, 5 Days, Flipping Out) die Welt, sucht nach den modernsten Erscheinungsformen des „ältesten Hasses“ und findet einige alarmierende Antworten auf diese Frage. Im Zuge dieser unehrerbietigen Suche folgt er amerikanischen jüdischen Oberhäuptern in europäische Hauptstädte bei ihrer Mission, die Regierungen vor der wachsenden Gefahr des Antisemitismus zu warnen, und er heftet sich an die Fersen einer israelischen Schulklasse bei Ihrer Gedenkfahrt nach Auschwitz.

Auf dieser Reise trifft Shamir den kontroversiellen Historiker Norman Finkelstein, der seine unpopulären Ansichten verbreitet, dass der Antisemitismus von der jüdischen Gemeinschaft und im Besonderen von Israel, benützt wird, um politisch zu gewinnen. Er schließt sich auch Gelehrten an, wie z.B. Stephen M. Walt und John J. Mearsheimer, und ist auch bei ihrem Vortrag in Israel anwesend, den sie nach der Erscheinung ihres Buches “Die Israel-Lobby und die amerikanische Außenpolitik” über den unausgeglichenen Einfluss, den die Israel-Lobby in Washington genießt. Yoav besucht auch Yad Vashem, die Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem, ein Muss für alle Weltpolitiker, wenn sie Israel einen Besuch abstatten. Im Zuge seines Aufenthaltes in Jerusalem, schaut er auch bei seiner Großmutter auf einen kurzen Besuch vorbei, wobei sie ihm ihr Verständnis dieses Themas  vermittelt und erklärt, dass nur sie „die richtige Jüdin“ sei. (mehr …)

The Myth of the New Anti-Semitism

Mittwoch, März 17th, 2010

By Brian Klug
The Nation, January 15, 2004

In 1879 the German journalist Wilhelm Marr, a former socialist and anarchist, founded an organization that was novel in two ways. It was the first political party based on a platform of hostility to Jews. And it introduced the world to a new word: „anti-Semite.“

Wilhelm Marr

Wilhelm Marr

Marr was an atheist, and the Antisemiten-Liga (League of Anti-Semites) was hostile to Jews on the secular grounds that they are an alien „race.“ However, his account of „Semitism“ was not essentially different from the demonic conception of the Jew that had existed in Christian Europe for centuries. It boiled down to this: Jews are a people apart from the rest of humanity. They are the enemy. Wherever they go, they form a state within a state. Conspiring in secret, they work together to promote their own collective advantage at the expense of the nations or societies in whose midst they dwell and on whom they prey. Cunning and manipulative, they possess uncanny powers that enable them, despite their small numbers, to achieve their ends. The term „antiSemitism“ has come to refer to this discourse, or variations on the themes it contains, because the same rhetoric persists whether Jewish identity is seen as religious, racial, national or ethnic. Sometimes this discourse is explicit; at other times it is the subtext of attacks on Jews. Anti-Semitism, thus defined, is not new.

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