Archiv für das 'Moshe Zuckermann'-tag

Der Feind meines Fetischs ist mein Feind

Moshe Zuckermann über das Umschlagen eines emanzipatorische Impulses in sein schieres Gegenteil: “Verquere Debatten – Wider den Zeitgeist. Über Juden, Deutsche, den Nahostkonflikt und Antisemitismus”junge welt, 10. Oktober 2012.

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Wer Antisemit ist, bestimme ich!

Und noch ein exzellenter Beitrag zum Thema Günter Grass. Moshe Zuckermann über den inflationären Gebrauch der Anklage des Antisemitismus: “Wer Antisemit ist, bestimme ich!”taz, 10. April 2012

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Was auch noch gesagt werden muss

Während der Mainstream über Grass herfällt, viele jedoch vor Grass kapitulieren, versuchen sich andere in einer ideologiekritischen Analyse. Dabei richtet vor allem Moshe Zuckermann das Auge auf den Hauptgrund des Konflikts zwischen Israel und dem Iran sowie auf die Banalisierung des Holocausts durch die israelische Botschaft, Graumann und Co. Noam Chomsky, Rolf Verleger, Moshe Zuckermann und andere über Gedichte, Grass und das Freidrehen der Medien: “Was auch noch gesagt werden muss”Hintergrund, 6. April 2012

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Zuckermann zu Voigts und Salzborns Antisemitismusstudie

Eine Studie mit dem Titel „Antisemiten als Koalitionspartner?“ von dem Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des BAK Shalom in der Linksjugend solid, sorgte Ende Mai für großen Wirbel. Die gegen die Partei DIE LINKE zahlreich erhobenen Antisemitismusvorwürfe schienen nun endlich bewiesen. Die Fraktionen von CDU/CSU und FDP fühlten sich sogar veranlasst, eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag einzuberufen. Die Debatte im höchsten Parlament der Republik mit beschämend niedrigem Niveau geriet zeitweise zum Tribunal gegen die LINKE – ebenso die darauf folgende Medienkampagne. Die Redaktion Hintergrund interessieren die Fragen: Was taugt diese Studie eigentlich wissenschaftlich? Und welche ihrer Inhalte und Thesen machen sie so geeignet für die politischen Gegner, sie als ideologisches Geschütz gegen die LINKE in Stellung zu bringen? Hintergrund bat den israelischen Historiker Moshe Zuckermann um eine kleine Expertise. Weiterlesen. (Danke an Felix)

Denunziant des Tages: Clemens Heni

Die junge welt veröffentlichte gestern (natürlich ohne meine beigefügten Links) eine kurze Notiz über unseren “Arier mit dem übergroßen Antisemitenriecher” (Alan Posener) Clemens Heni:

Denunziant des Tages: Clemens Heni

Clemens Heni bezeichnet sich auf seinem Blog als Politikwissenschaftler und Publizist, der sich u.a. mit Antisemitismus, deutscher Geschichte und der deutschen Gesellschaft sowie Ideologiekritik befaßt. Vor gut zwei Jahren gehörte er zu einer Autorengruppe, die eine Kampagne gegen eine Veranstaltung des renommierten Zentrums für Antisemitismusforschung der Technischen Universität Berlin im Dezember 2008 entfachte. Die bloße Tatsache, daß dort über »das Verhältnis von Antisemitismus und Islamfeindlichkeit« gesprochen werden sollte, reichte den Herren, um den damaligen Leiter des Zentrums, den inzwischen emeritierten Historiker Wolfgang Benz, scharf anzugreifen.1

Immerhin stehen sie in einer Reihe mit dem Mainstream der deutschen Publizistik, die Springer-Chef Mathias Döpfner erst kürzlich zum Kampf gegen das »Weltkalifat« beorderte. Mit solchem Rückhalt aus den deutschen Chefetagen kann man sich zu Größerem berufen fühlen. Eine israelische Webseite (www.israel-academia-monitor.com) veröffentlichte kürzlich einen Brief Henis an den Dekan der Fakultät für Geisteswissenschaften der Universität Tel Aviv, Elay Zisser, in dem er sich daran interessiert zeigte, warum für den 30. Dezember 2010 der Philosoph und Soziologe Moshe Zuckermann für eine Vorlesung vorgesehen war. Denn: »Zuckermann ist eine führende antiisraelische Stimme in Deutschland. Zum harten Kern gehörende Antisemiten wie die Tageszeitung /junge Welt/ oder die Irannachrichten zitieren regelmäßig Zuckermann. Warum bezog das Stephen Roth Center eine Person wie Zuckermann in sein Programm ein?« Zuckermann habe den Antisemitismus deutschen Stils durch Artikel für jW, »früher eine Tageszeitung der DDR«, unterstützt. Womit endlich wieder einmal geklärt wäre, wer den Kampf gegen die neuste Weltverschwörung behindert: Antisemitische jüdische Bolschewisten.

Tamar Amar-Dahl, Wolfgang Benz, Moshe Zuckermann, Margit Reiter, Alfred Grosser, um nur einige Namen der letzten Zeit zu nennen – man darf gespannt sein, wenn unser Judenjäger Antisemitenjäger Clemens Heni als nächstes aufs Korn nimmt.

  1. Vgl. dazu zwei Artikel bei Rhizom: “Das Gerücht über die Muslime” sowie ein Auzug aus Wolfgang Benz Abschiedsrede “Antisemitismus und antimuslimischer Rassismus — Oder: was heißt Lernen aus der Geschichte?” []

Interview mit Mosher Zuckermann: “Das Böse der Banalisierung”

Lang, aber höchst lesens- und empfehlenswert: Moshe Zuckermann über den Rechtsruck der Antisemitismuskritik – bis an die Grenze zur Holocaust-Leugnung: “Das Böse der Banalisierung”Hintergrund, 25. November 2010.

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Samstag, 20.11.2010: Moshe Zuckermann in Hamburg

Der israelische Historiker Moshe Zuckermann wird morgen auf Einladung des ver.di-Ortsvereins Hamburg, unterstützt von der Deutschen Journalisten Union (dju) und dem Verband deutscher Schriftsteller (VS) in Hamburg, sein neues Buch “Antisemit!” Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument vorstellen. Susann Witt-Stahlschrieb dazu am 5. Oktober im Neuen Deutschland:

›Antisemit!‹ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument

In der jungen welt erschien gestern ein Vorabdruck der ersten beiden Kapitel des neuen Buches von Moshe Zuckermann, Professor für Philosophie und Geschichte an der Universität Tel Aviv. “›Antisemit!‹ Ein Vorwurf als Herrschaftsinstrument” – junge welt, 7. Oktober 2010.

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Moshe Zuckermann am 20. Juli in Frankfurt (Veranstaltung)

Am Dienstag wird Moshe Zuckermann in Frankfurt bei einer Veranstaltung mitdiskutieren. Ich schätzte anhand des Titels und der teilnehmenden Personen  wird es darum gehen, ob Terrorismus gegen Besatzung gerechtfertigt sein kann bzw. was Terrorismus ist und was Widerstand.

MELZER VERLAG
Der Deutsche Freidenker Verband, Frankfurt und die
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost e.V.
laden ein
zu einer kritischen Podiumsdiskussion mit
Prof. Ted Honderich
Prof. Georg Meggle
Prof. Moshe Zuckermann
Zum Thema:
HUMANITÄT UND
TERRORISMUS

Ted Honderich wird sein neues Buch aus dem Melzer Verlag
vorstellen und Moshe Zuckermann sein neues Buch, das zur
Buchmesse im ProMedia Verlag erscheinen wird.
Ort: Saalbau Gutleut, Rottweiler Straße 32, 60326 Frankfurt
Zeit: 19.00 Uhr
Datum: Dienstag, 20. Juli 2010

Eintritt: 5.00 €
Das Verdienst beider Autoren ist es, dass ihre Bücher wichtige Fragen aufwerfen, über die diskutiert werden muss.

Die Einladung kam per Mail. Da ich zum genauen Inhalt der Veranstaltung noch nichts sagen kann, distanziere ich mich ausdrücklich von diesem.

Offener Brief israelischer Linker an die Linkspartei

“In einem offenen Brief an DIE LINKE fordern heute, am 26.3.2010, mehr als 100 israelische AktivistInnen als Voraussetzung für die Durchsetzung einer friedlichen und solidarischen Lösung des Konflikts in Israel/Palästina eine solidarische und linke Politik. ” (Trend Online, 04/10)

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Moshe Zuckermann über das Umschlagen eines emanzipatorische Impulses in sein schieres Gegenteil: “Verquere Debatten – Wider den Zeitgeist. Über Juden, Deutsche, den Nahostkonflikt und Antisemitismus”junge welt, 10. Oktober 2012.

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Leute wie Samuel Salzborn oder die Meute von der Jungle World mögen Linke oder Kommunisten jüdischer Herkunft nur, wenn sie unter der Erde liegen. Ansonsten schweigen sie sich über diese aus oder beschimpfen sie auch des öfteren als Antisemiten.

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Eine gute Übersicht über die Sackgasse Zweistaatenlösung und UN-Anerkennung: “Die palästinensische Autonomiebehörde steckt in der Falle”taz, 28. September 2012.

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Tsafir Cohen rezensiert eines »der bedeutendsten Bücher über Israel/Palästina in dieser Generation« (New York Review of Books), herausgegeben von der israelischen Organisation “Breaking the Silence”: “Das Schweigen brechen”junge welt, 11. September 2011.

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Was machen und wie geht es palästinensischen Flüchtlingen in Syrien? Einen kurzen Überblick gibt Fabian Köhler: “Krieg in der Diaspora – Auch Syriens Palästinenser wollen kämpfen, aber nicht gegen Assad”Neues Deutschland, 15. August 2012.

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