Posts Tagged ‘Le Monde diplomatique’

Zur politischen Lage in den besetzten Gebieten

Sonntag, Mai 29th, 2011

Einer der wenigen guten Beiträge der letzten Wochen zur Lage im Westjordanland und in Gaza: „Die palästinensische Harmonie-Revolte“Le Monde diplomatique/taz, 29.5.2011

Gilbert Achcar: „Der nützliche Großmufti von Jerusalem“

Donnerstag, Juli 1st, 2010

Legende und historische Wahrheit über einen arabischen Antisemiten

In den vergangenen Jahren haben wir ein spektakuläres Wiederaufflammen des Propagandakriegs zwischen Israel und der palästinensisch-arabischen Seite erlebt. Auch die Anhänger der jeweiligen Lager in Europa und den USA wirken aktiv daran mit. Dieser besondere Aspekt des israelisch-arabischen Konflikts hat für Israel immer eine sehr wichtige Rolle gespielt: Als abgeriegelte Festung innerhalb einer feindlichen Region musste der jüdische Staat vom Tag seiner Gründung an zwangsläufig bei den westlichen Ländern um Unterstützung für seine Sache werben.

Die Zuspitzung der aktuellen Lage lässt das Unverständnis auf beiden Seiten unüberwindlicher denn je erscheinen. Doch wer die offensichtlich elementare Feindschaft zwischen Israelis und Arabern in den ersten Jahrzehnten nach der Staatsgründung bis hinein in die 1970er-Jahre erlebt hat, der weiß, dass heute, trotz allem, wesentlich mehr Araber und Palästinenser ein friedliches Zusammenleben mit den Israelis für möglich halten und dass andererseits sehr viel mehr Israelis die Gängelung der Palästinenser durch ihren Staat als Unrecht empfinden.

Der Einmarsch im Libanon im Jahr 1982 fügte dem Bild Israels im Westen erstmals beträchtlichen Schaden zu. Die lange Belagerung von Beirut, die Massaker in den palästinensischen Flüchtlingslagern Sabra und Schatila, die unter israelischer Billigung geschahen, schockierten die Weltöffentlichkeit. In Israel selbst ist dieses Trauma, vergleichbar mit den Folgen des Vietnamkriegs für die USA, noch heute gegenwärtig.1 (mehr …)

  1. In jüngster Zeit (2008) bezeugte dies auf seine Weise der Animationsfilm „Waltz with Bashir“ von Ari Folman. []