Posts Tagged ‘J Street’

Und welchen Namen hat der Zentralrat?

Mittwoch, April 18th, 2012

Vom 24. bis zum 27. März fand in Washington, D.C., die nationale J Street-Konferenz statt. Geladen war unter anderem der palästinensische Sozialdemokrat Mustafa Barghouti, der vor einer überwiegend jüdischen Audienz über die Zweistaatenlösung und deren Unmöglichkeit referierte und dabei klare Worte verlor:

„What is apartheid? Apartheid is a system where you have two laws, two different laws, for two people living in the same area. If you don’t like the word apartheid, give me an alternative to a situation where a Palestinian citizen is allowed to use no more than 50 cubic meters of water per capital year, while an Israeli illegal settler from the West Bank is allowed to use 2400.“1

Was gab es für einen Aufschrei, als Sigmar Gabriel auf seinem Facebookprofil Hebron mit der Apartheid gleichsetzte. Sofort schaltete sich Graumann ein und Gabriel ruderte schnellstmöglich zurück. Auch die Jüdische Allgemeine, Sprachrohr der israelischen Rechten, echauffierte sich innerhalb kürzester Zeit über Gabriel. Aber wie nennt denn der Zentralrat die Siedlungsaktivitäten, das Straßensystem, das Plündern der Ressourcen und des Wassers, den Landraub, der schon 40% des Westjordanlandes umfasst sowie das getrennte Rechtssystem, was Palästinenser unter Militärrecht stellt, die 500.000 Siedler jedoch, obwohl außerhalb Israels, unter israelisches Recht? Welcher Name wäre denn angebracht, Herr Graumann?

  1. Ein Auszug seiner Rede ist hier zu lesen: http://mondoweiss.net/2012/04/barghouti-to-u-s-jews-i-know-you-dont-like-the-word-apartheid-but-what-do-you-call-a-system-that-gives-a-settler-50-times-more-water-than-a-palestinian.html; die gesamte Rede kann auch als Video angeschaut werden: http://conference.jstreet.org/2012videos []

Ben-Ami (J-Street), Erakat und Finkelstein zu Obamas Rede

Mittwoch, Mai 25th, 2011

Bei Democracy Now diskutierten Jeremy Ben-Ami von der der pro-israelischen Gruppe J-Street, die palästinensische Menschenrechtsanwältin Noura Erakat und Norman G. Finkelstein über die Rede Obamas und dessen Bemerkungen zum palästinensisch-israelischen Konflikt.

Glen Beck: Ein goßes Vorbild

Sonntag, November 14th, 2010

Wenn unser Dr. Heni dies nicht schon länger betreiben würde: man könnte glauben, er hätte sich seine Denunzierung „unjüdischer“ Juden bei Glen Beck, dem Gesicht der Tea Party, abgeschaut. „Glenn Beck lashes out at the Anti-Defamation League“ – Mediamatters, 12. November 2010.

JCall und seine Gegner – Rufer in der Wüste

Samstag, Juli 17th, 2010

Bernard Schmid gibt in seinem Artikel „Rufer in der Wüste“ einen kritischen Blick auf JCall und dessen Unterstützer und Gegner – sowohl von rechts, als auch von links:

„Aufruf zur Vernunft“ ist der Appell von prominenten jüdischen Europäern – als Erstunterzeichner -, der seit einigen Wochen besonders in Frankreich kursiert, überschrieben. Am 03. Mai dieses Jahres wurde der Aufruf, dessen ungefährer Inhalt in den Tagen zuvor in Frankreich und Belgien an die Öffentlichkeit gedrungen war, bei einer Veranstaltung im Europäischen Parlament in Brüssel vorgestellt. Anwesend dabei waren der grüne Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit, der frühere israelische Botschafter in Paris und promovierte Historiker Eli Barnavi, der Repräsentant der – zur staatstragenden Linken Israels zählenden – Bewegung ,Peace Now’ in Frankreich, David Chemla, sowie der Intellektuelle Bernard-Henri Lévy. Alle genannten Personen zählen zu den Erstunterzeichnern des Aufrufs, und die meisten von ihnen zählen zum politischen Mitte-Links-Spektrum. (weiter auf Trend Online)

Fernsehtipp: Die jüdische Lobby

Montag, Juni 28th, 2010

Die ARD zeigt am Mittwoch Abend um 23.15 Uhr im Ersten Uri Schneiders Dokumentation „Die jüdische Lobby – Spurensuche in Amerika“.  Man darf gespannt sein, was Schneider zeigen wird. Denn diese Dokumentation scheint zumindest der Ankündigung nach eine Gegendarstellung zu John J. Mearsheimers und Stephen M. Walts „Die Israel-Lobby„, erschienen 2007 im Campus-Verlag, zu sein.

Jüdische Zeitung: Ein Zeichen der Hoffnung

Samstag, Juni 12th, 2010

Ein lesenswerter Artikel von Judith Bernstein über Zionismus, Besatzung, JStreet und JCall und wie sich die Stimmung in den amerikanischen und europäischen Gemeinden langsam ändert. „Ein Zeichen der Hoffnung„, Jüdische Zeitung, Juni-Ausgabe 2010.

JCall: Vorgetäuschter Friedenswille?

Dienstag, Mai 4th, 2010

Zwei Stimmen, die nicht sehr überzeugt sind von J Street und dem europäischen Ableger JCall.

Richard Silverstein: „If J Street Wants the Political Center, Why Not Join Aipac?

Thomas Immanuel Steinberg: „Geleimt – Jcall, die europäische Schwester von J Street, täuscht Friedenswillen vor. Tausende jüdische Vögelchen kleben schon an der Rute

3000 europäisch-jüdische Intellektuelle fordern ein Ende des Siedlungsbaus

Sonntag, Mai 2nd, 2010

JCall (das europäische J Street) fordert ein Ende des Siedlungspolitik Israels. Selbst Bernard Henri-Levy und Alain Finkielkraut sind darunter. Haartez, 2.5.2010. Yossi Sarid schreibt dazu: „Even Israel’s biggest lovers are growing impatient.“ Haaretz, 2.5.2010.

„Which side are you on, J Street?“

Samstag, Mai 1st, 2010

J Street eine Alternative oder nur eine Alternative?

Haaretz: Dershowitz lays into J Street in AIPAC conference dust-up

Montag, März 22nd, 2010

Israel lobbyists face off as commentator accuses new group of dividing the Jewish community. Rival Israel activists locked horns at Monday’s AIPAC conference in Washington as leading pro-Israel commentator Alan Dershowitz launched a blistering attack on pro-peace group J Street.  More