Posts Tagged ‘Friedensverhandlungen’

Israels Antwort auf neue Friedensgespräche

Freitag, April 27th, 2012

Der palästinensische Präsident Abbas will Netanjahu zurück an den Verhandlungstisch holen, um die Friedensgespräche wieder aufzunehmen und fordert einen Stopp des Siedlungsbaus. Israel antwortet mit der Legalisierung von drei illegalen Außenposten: „Israel responds to Palestinian call to restart talks by legalizing three West Bank settlement outposts“Mondoweiss, 26. April 2012.

FAZ propagiert: „Es geht um das Existenzrecht Israels“

Freitag, August 12th, 2011

Die FAZ kaut einige der der bekanntesten Falschdarstellungen im Nahostkonflikt wieder. Von der angeblichen Zurückweisung des israelischen Angebots in Taba 2001 durch Arafat bis hin zur Absprache des Existenzrechtes Israels. Doch stimmen die Fakten?

So dreht man sich die Geschichte und Realität zurecht. Robert B. Goldmann schreibt heute in der FAZ:

Seit Begin, der den Friedensvertrag mit Ägyptens Anwar al Sadat schloss, was die Räumung der Sinai-Halbinsel erforderte, sind unter Jitzhak Rabin und Schimon Peres, Ehud Barak und Ehud Olmert, die dank amerikanischer Vermittlung Jassir Arafat und Mahmud Abbas die Hand drückten, alle Friedensbemühungen gescheitert. Präsident Clinton kam einem Erfolg am nächsten, als er und Barak kurz vor Ablauf beider Amtszeiten im Jahr 2000 glaubten, mit Arafat den Schlüssel zum Frieden gefunden zu haben. Die große Enttäuschung war, dass, wie Clinton berichtete, Arafat schließlich „nein“ sagte.1

Goldmann wiederholt hier eine oft gehört Unwahrheit: Israel wollte Frieden, aber Arafat konnte den Hals nicht voll genug bekommen und ließ die Verhandlungen von Taba scheitern. Wie sieht die Realität aus?

Arafat, Barak und Clinton (Bild: Die Welt)

Man hatte sich 2000 in Camp David darauf geeinigt, dass 94-96% der Westbank mit weiteren 1-3% israelischen Territoriums als Ausgleich für die Siedlungen den zukünftigen palästinensischen Staat ausmachen sollten. Ost-Jerusalem  sollte anhand ethnischer Linien geteilt werden: die jüdischen Viertel und Heiligtümer sollten an Israel gehen, die arabischen Viertel und islamischen Heiligtümer sollten Teil des palästinensischen Staates werden. Dies war die Grundlage der Verhandlungen in Taba und beide Seiten akzeptierten diese. (mehr …)

  1. „Es geht um das Existenzrecht Israels“ – FAZ Printausgabe, 12 August 2011; Hervorhebnungen durch Schmok  []

Hamas bietet Israel Frieden an

Samstag, Dezember 4th, 2010

ist dies nicht das, was alle immer forderten? Die Hamas bietet Israel Frieden und Koexistenz in den Grenzen von 1967 an. Das berichtet jedenfalls Reuters. „Hamas would honor referendum on peace with Israel“ – 1. Dezember 2010.

Israel und Palästina: Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft

Mittwoch, November 17th, 2010

Der amerikanische Politikwissenschaftler Norman G. Finkelstein hielt Ende Oktober zusammen mit den Canadians for Justice and Peace in the Middle East mehrere Vorlesungen an kanadischen Universitäten. Sein Vortrag „Israel and Palestine: Past, Present, Future“ fokussiert die Situation in Gaza, den Überfall auf die Mavi Marmara sowie den laufenden Friedensprozess und die Gefahr eines neuen regionalen Kriegs. Das Video besteht aus 7 Teilen.

Alex Kane über Rabin

Freitag, November 5th, 2010

Gestern war der 15. Todestag Rabins, zu dem ich schon vor einigen Tagen etwas schrieb. Alex Kane hat dessen Wirken auf seinem Blog nochmals kurz  zusammengefasst: „The real Yitzhak Rabin

Die Pizza wird gegessen, während Abbas zuschaut

Sonntag, September 19th, 2010

Der Ausbau der Siedlungen im Westjordanland – im israelischen Verwaltungssprech kurz Judäa und Samaria genannt – wurde trotz Moratoriums nie wirklich eingestellt. Es gibt mehr als eine Organisation (unter anderem B’tselem oder Peace Now), die den offenen oder heimlichen Ausbau dokumentierten.1  Während in den deutschen Medien die drohende Nichtverlängerung des Baustopps teilweise als ein unzureichender Grund für die Palästinenser die Verhandlungen einzustellen dargestellt wird2, fasst Stephen Lendman auf Sabbah Report die laufenden Gespräche sehr nüchtern und lesenswert zusammen:

On September 1st, five disreputable leaders began discussions in Washington – Obama, Netanyahu, Abbas, Egypt’s Hosni Mubarak, and Jordan’s King Abdullah, men journalist Matthew Cassel calls „a dictator, a (dictatorial) monarch, a puppet and two heads of government responsible for the region’s only military occupations – not the best ingredients for making world peace.“

„Hypocrisy Defined: Another Round of Peace Talks“Sabbah Report, 18. September 2010

  1. Als Beispiel Peace Now: http://www.peacenow.org.il/site/en/peace.asp?pi=62&docid=4584&pos=1 []
  2. vgl. Peter Münch – „USA loben Verhandlungen“, Süddeutsche Zeitung, 16. September 2010 []