Posts Tagged ‘Embargo’

Neues Deutschland zu den „Linken Buchtagen“

Donnerstag, Mai 31st, 2012

Das Neue Deutschland fasst den Gemütszustand des Organisationsteams der „Linken Buchtage“ treffend zusammen:

Was haben der Historiker Moshe Zuckermann, die berühmte und vielfach ausgezeichnete Haaretz-Journalistin Amira Hass, der Linguist Noam Chomsky, der linksliberale amerikanische »The Nation«- und »Huffington Post«-Autor Adam Horowitz und die Harvard-Ökonomin Sara Roy gemeinsam? Ihr »Antisemitismus« ist so unerträglich, dass sie der deutschen Linken am besten gar nicht erst vorgestellt werden.

 

Norman Finkelstein über den letzten UN-Bericht

Dienstag, Oktober 4th, 2011

Der letzte Bericht der UN über den Angriff der israelischen Armee auf die Gaza-Flotte, der die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel hat kollabieren lassen, spricht zwar über die 22 durch Mörser- und Raketen getöteten Israelis, aber mit keinem Wort werden die über 2500 Toten Palästinenser, die während des gleichen Zeitraumes durch die IDF getötet wurden, erwähnt. Norman Finkelstein, dessen inzwischen überarbeitetes Buch “This time we went too far – Truth and consequences of the Gaza invasion“  in seiner ersten Auflage auch auf Deutsch erschinen ist, kommentiert den unter anderem mit Hilfe des kolumbianischen Gewerkschafterfreundes Uribe erstellten Bericht:

Weiss über den Aufbruch des amerikanisch-jüdischen Mainstreams

Dienstag, Januar 11th, 2011

Manch einer könnte behaupten, Weiss würde sehr übertreiben, wenn er den Wandel innerhalb des amerikanischen Judentums in Bezug auf Besatzung, Rassismus und Siedlungsbau dermaßen positiv zeichnet. Dennoch sind die zunehmenden kritischen Stimmen bemerkenswert: „The lobby has been broken because… Israel isn’t good for the Jews“ – Mondoweiss, 10. Januar 2011

Bucherscheinung zum Überfall auf die Gaza-Flotte

Donnerstag, August 5th, 2010

Vor einigen Tagen erschien Midnight on the Mavi Marmara, herausgegeben von dem am Brooklyn College lehrenden Professor Moustafa Bayoumi. Das Buch umfasst 48 Beiträge auf mehr als 300 Seiten in sechs Kapiteln. Teilwiese handelt es sich um neue, exklusive Artikel, aber ebenso wurden auch längst veröffentlichte ausgewählt. Das Buch versucht einerseits eine Gesamtbetrachtung der Geschehnisse sowie des Hintergrundes des Angriffs und der Blockade zu geben und gleichzeitig aufzuzeigen, wie sich durch diese Aktion der Blick der Öffentlichkeit auf den palästinensisch-israelischen Konflikt veränderte. So fasst Kapitel 1 die Geschehnisse auf der sog. Solidaritätsflotte zusammen, Kapital 2 analysiert den Hintergrund des israelischen Angriffs. Kapitel 3 und 4 drehen sich um die Blockade Gazas und um die gesellschaftliche Lage Israels. Im 5. Kapitel wird vor allem die Kampagne gegen die IHH betrachtet.

Die Beiträge stammen zumeist von  palästinensischen und jüdischen Autoren wie Haneen Zoabi, Omar Barghouti, Gideon Levy, Amira Hass, Rashid Khalidi, George Bisharat, Norman Finkelstein oder auch Noam Chomsky und Philip Weiss und Adam Horowitz (Betreiber  der Seite Mondoweiss). Aber auch andere wie Stephen M. Walt oder Iara Lee,  die  selbst an Bord der Mavi Marmara war und deren herausgeschmuggelten Aufnahmen die Behauptung Israels widerlegten, man sei unerwartet ohne vorherige Provokation von einem gewaltbereiten Mob angegriffen worden, kommen zu Wort. Wichtig ist dieses Buch vor allem, weil in fast allen Ländern palästinensische Stimmen zu den Geschehnissen totgeschwiegen werden. Bestes Beispiel dafür ist die gerade stattfindende Israel-Debatte in der taz.

Das Buch kann bei OR Books in den Staaten über Paypal bestellt werden und kostet mit Versand 18,30 Euro. Die Versanddauer beträgt ca. 1-2 Wochen.

Nachtrag zu Uribe

Mittwoch, August 4th, 2010

Nachtrag: Carmen Andrea Rivera und Nico Udu-gama geben bei Mondoweiss einen Überblick, warum Uribe die Untersuchung gefährdet: „Uribe appointment undermines U.N. flotilla investigation“ – Mondoweiss, 03. Ausgust 2010

Nadia Hijab über die gegenwärtige Blockade Gazas

Dienstag, Juli 13th, 2010

Eine bessere Blockade

Von Nadia Hijab, erschienen am 05.07.2010 auf Counterpunch.1

Nachdem sich Israels Sicherheitskabinett stundenlang eingeschlossen hatte, tauchte es schließlich auf, um eine Lockerung der Blockade des Gazastreifens  zu verkündigen; es war ein Schritt, den die USA sofort gut hieß. Israel und die USA hoffen so, die Wut der Welt über die Kollektivstrafe über 1,5 Millionen dort lebende Palästinenser zu  entschärfen und  zukünftige Flotillen zu verhindern, die versuchen, die Belagerung zu durchbrechen.

Wird es ihnen gelingen? Man ist versucht, zu denken, die flagrante Illegalität, unbewaffnete Menschenrechtsaktivisten auf  offener See anzugreifen, muss zu einem Ende der Blockade führen. Doch der palästinensische Analytiker Mouin Rabbani hat  vor Optimismus gewarnt. Er stellte fest, dass nach dem Horror von Israels Angriff auf den Gazastreifen  2008/09  die Blockade nicht nur gehalten wurde, sondern noch enger gezogen wurde. (mehr …)

  1. http://www.counterpunch.org/hijab06292010.html []

David Grossmann: „Mit der Hamas verhandeln“

Samstag, Juli 10th, 2010

David Grossmann veröffentlichte am Donnerstag im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung ein Kommentar zur Dauerhaften Weigerung Israels mit der Hamas in Verhandlungen zu treten. Mir fehlt im Moment die Zeit diesen und andere Artikel zu kommentieren. Aber vielleicht entwickelt sich ja eine kleine Diskussion um diesen Beitrag von Grossmann. „Neinsagen ist keine Politik“FAZ, 08.07.2010

MondoPrinte: Israels Gaza-Politik ist gescheitert

Samstag, Juli 3rd, 2010

MondoPrinte über Gaza,  Parteinahme und schwimmende Hilfscontainer : „Israels Gaza-Politik ist gescheitert. Da können Gessler und Memri schreiben, was sie wollen!„, 02.07.2010.

Israel lockert die Blockade – aber nur auf englischer Sprache

Freitag, Juni 18th, 2010

Die Presse ist im Moment voll davon: Aufgrund internationalen Drucks will Israel angeblich die Blockade des Gazastreifens umfassend lockern. Es soll also mehr geschehen, als nur eine Überprüfung der Güter, die nach Gaza geliefert werden dürfen. Bei der Lockerung geht es vor allem auch um Waren- und Güterverkehr aus Gaza heraus. Ob dies nun eine Hinhaltetaktik darstellt oder ernst gemeint ist, das wird sich erst noch zeigen. Man erinnere sich: Ein beliebter und dabei nicht ganz ungerechtfertigter Vorwurf an die palästinensische Führung war stets, dass diese zwar auf Englisch gute Miene zum bösen Spiel machte, aber auf Arabisch ganz anders daher redete. Doppelzüngigkeit wurde dies auch gerne genannt. Was Arafat und Co. können, schaffen Netanjahu und Konsorten allerdings schon lange:

The Prime Minister’s Office issued a press release in English following the meeting, which was also sent to foreign diplomats, was substantially different than the Hebrew announcement – according to the English text, a decision was made to ease the blockade, but in the Hebrew text there was no mention of any such decision.

[…]

Two official statements came out of the Prime Minister’s Office in regard to the security cabinet meeting – one in Hebrew for the Israeli media and another in English for the foreign media and foreign diplomats. The English version said that „It was agreed to liberalize the system by which civilian goods enter Gaza [and] expand the inflow of materials for civilian projects that are under international supervision.“ The Hebrew version addressed mainly remarks made by Netanyahu, but failed to mention any decision or agreement. (Haartez, 17.06.2010)

Man darf gespannt sein. (via Beijing International Peace Vigil)

Düstere Tage für sephardische und arabische Israelis

Donnerstag, Juni 17th, 2010

In Jerusalem wollen 20.000 Orthodoxe für die Trennung von Ashkenazim und Mizrahim (auch Sephardim genannt) beim religiösen Unterricht demonstrieren. „Jerusalem police gird for 20,000-strong ultra-Orthodox protest“ – Haaretz, 17.06.2010;

Patrick Martin schreibt über die arabische Knessetabgeordnete und „Verräterin“ Hanin Zoaby. „Arab Israeli the most hated person in Israel“ – The Globe and Mail, 13.06.2010