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Tikkun Special: Pinkwashing

Sonntag, Juli 29th, 2012

Die US-amerikanische Zeitung Tikkun bringt ein exzellentes Special zu dem momentan im Zuge des CSD auch hierzulande diskutierten Thema „Pinkwashing“. Eine ähnliche Debatte wäre auch hierzulande angebracht. Begonnen hat sie die taz, es wäre jedoch Zeit, dort auch dissidente Stimmen zu Wort  kommen zu lassen. Die ausgetauschten Argumente sind die gleichen: Ob in Israel, Deutschland oder in den USA. Die Debatte besteht aus mehreren Teilen, die wichtigsten dabei sind:

„Boycotting Equality Forum’s Israeli Sponsorship“ – Rabbi Rebecca Alpert und Prof. jur. Katherine Franke berichten, warum sie ihre Teilnahme an dem durch Israel gesponserte „Equality Forum“ absagten.

„U.S. Gay Rights Activists: Stop Pinkwashing Palestinian Suffering!“ – Richard Silverstein berichtet umfassend über die politischen Hintergründe des Boykotts,  die Zusammenarbeit israelischer staatlicher Institutionen mit schwulenfeindlichen Christen und den Versuch, jeglichen Protest gegen die Instrumentalisierung von LGBT-Rechten als „anti-israelisch“ darzustellen.

„An Inconvenient Truth: The Myths of Pinkwashing“ – Arthur Slepian, einer der Gründer der pro-israelischen LGBT-Gruppe „A Wider Bridge“ versucht, Pinkwashing als Mythos zu entlarven (was ihm nicht so recht gelingt).

„The Greater Context of the Pinkwashing Debate“ – Die Professorin Katherine Franke antwortet auf Slepian zeigt auf, dass es nicht um die LGBT-Rechte in Israel, sondern um deren Instrumentalisierung geht und dass das Phänomen Pinkwashing bzw. Homonationalismus nicht nur Israel betrifft.

„Revealing the Truth Behind the Rainbow: Seattle’s Anti-Pinkwashing Success“ – Wendy Elisheva Somerson beleuchtet die Kampagne „Brand Israel“ etwas näher, zeigt, warum die Einladung der israelischen LGBT-Gruppen in Seattle (als der Anlass der Debatte) zurückgezogen wurde und greift dabei Slepians fünf „Mythen“ an.