Archive for the ‘Schmierkampagnen’ Category

Wir mögen euch nur, wenn ihr tot seid!

Sonntag, Oktober 7th, 2012

Leute wie Samuel Salzborn oder die Meute von der Jungle World mögen Linke oder Kommunisten jüdischer Herkunft nur, wenn sie unter der Erde liegen. Ansonsten schweigen sie sich über diese aus oder beschimpfen sie auch des öfteren als Antisemiten.

Eine Werbung und ihre Antworten

Mittwoch, August 15th, 2012

Eine Werbung

Bahnhof Chappaqua Metro-North, New York, 10. Juli 2012.

…und ihre Antworten:

Metro-North, New York

Werbung auf einem Bus in San Francisco

Was sollte man auch anderes antworten können, wenn Rechtfertigen nicht möglich ist.

Zensur auf den Linken Buchtagen 2012 in Berlin

Donnerstag, Mai 24th, 2012

Während das Szeneblättchen Jungle World, in dem (nicht nur) das Bahamas-Kollektiv oder deren Ehemalige seit Jahren ihren antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus Philosemitismus verbreiten, ungehindert an den Linken Buchtagen in Berlin Mitte Juni teilnehmen darf, wird der Laika-Verlag aus Hamburg kurzerhand ausgeschlossen.

Warum? Man maßte sich an, das Buch „Midnight on the Mavi Marmara – The Attack on the Gaza Freedom Flotilla and How It Changed the Course of the Israel/Palestine Conflict“ zu übersetzen und herauszugeben. Autoren dieses Sammelbandes über den Angriff der israelischen Marine auf die sog. Gaza-Flotte sind unter vielen anderen Noam Chomsky, Moshe Zuckermann, Omar Barghouti, Haneen Zoabi, Sara Roy und Norman Finkelstein.

Was für Lügen über den blutigen Überfall der IDF beispielsweise in der Konkret von selbsternannten, auch in der Jungle World schreibenden „Freunden“ Israels wie Alex „Schuld ist nicht der Siedlungsbau, sondern der Judenhass der Araber“ Feuerherdt verbreitet wurden, habe ich schon damals sehr präzise offen gelegt. Aber lediglich lügen reicht wohl nicht mehr aus, um die harten Fakten aus der eigenen Realität zu streichen. Denn um so mehr über die Menschenrechts­verletzungen oder die Geschichte Israels vor allem durch israelische Dissidenten weltweit der Öffentlichkeit bekannt wird, um so weniger schaffen es die Apologeten der herrschenden israelischen Politik diese Belege noch zu leugnen oder zu verschleiern. Wieder einmal bedarf es der Zensur. Man kann nur hoffen, dass sich viele Verlage dem Solidaritätsaufruf des Laika-Verlags anschließen und diese Buchtage zu einer einsamen Farce werden lassen.

Kritische Juden und Israelis: Über Günter Grass

Freitag, April 13th, 2012

Ein Text eines in Berlin lebenden israelischen Studenten als Beitrag zur Grass-Gedicht-Debatte

Über Günter Grass / von Avner Ofrath

Das ist aber wirklich schön. Da schreibt der alte Grass ein zugegeben eher mittelmäßiges, stellenweise auch fragwürdiges Gedicht und verurteilt Israels Politik. Und sofort, wie ein pawlowscher Reflex, tauchen allerlei Journalisten und Politiker auf und beschimpfen ihn als Antisemit.

Da ist nun ein kleines Problem, und zwar hat der alte Grass nichts, aber wirklich nichts, über Die Juden gesagt, nicht mal über Die Israelis. Da versucht man also mit großer Anstrengung, den Antisemitismus irgendwie, irgendwo zwischen den Zeilen zu finden; da macht’s man sich bequem und sagt, Grass habe schon immer „ein Problem mit Juden“ gehabt.

Das mag sein. Ein „Problem mit Juden“ haben ziemlich viele Leute in diesem Land. Nur dass Grass, anders als ziemlich viele Leute in diesem Land, dieses Problem seit mehr als fünfzig Jahren sukzessiv aufzuarbeiten sucht. Dass man heute in Deutschland über die eigene Vergangenheit reflektiert, schriebt und diskutiert, ist unter anderen Grass zu verdanken. Eine kleine historische Erinnerung:

Als 1959 die Blechtrommel erschien, die die Pogromnacht in Danzig beschreibt und deren letzter Teil nicht in Danzig und nicht an der Front, sondern in Düsseldorf der Nachkriegszeit spielt, sprach man noch so gerne von der „Stunden Null“. Der alte Koni war noch Kanzler und hatte im Bundestag bereits aufgefordert, endlich mal mit diesem Entnazifizierungswahn aufzuhören.

Als Grass Anfang der siebziger Jahre in Israel war und Menschen aus der zerstörten Danziger jüdischen Gemeinde interviewete, als er dann darüber in Tagebuch einer Schnecke schrieb, hatte die Bundesrepublik Deutschland bereits einen Altnazi als Bundeskanzler gehabt. Praktika und Urlaub in Israel waren noch lange nicht so cool wie heute und von Versöhnung und Hebräisch-Kursen hat man noch kaum gehört.

Das waren anfängliche Versuche, die NS-Vergangenheit aufzuarbeiten. Mittlerweile haben aber die Eliten dieses Landes einen leichteren Weg gefunden: Sie schwören dreimal täglich ihren Beistand für Israel, liefern Waffen und laden das ultra-nationalistische israelische Kabinett zur gemeinsamen Sitzung in Berlin ein. Weg mit Reflexion über historische Kontinuitäten und heutigen Rassismus in Deutschland, immer her mit Israels Sicherheit, Israels Rechte, Israels Sorgen.

Ist das nicht schön? Ein öffentlicher TV-Sender macht eine Serie über die Krupps (!), man fährt weiterhin mit Volkswagen (!), singt ungestört das Deutschlandlied (!) und jubelt dann die „jüdisch-christliche Tradition“ Deutschlands (?!). Ja, Grass hat jahrelang die Tatsache verschwiegen, dass er am Ende des Krieges bei der SS war. Damit verkörpert er mit seiner eigenen Biographie ein Kapitel der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Aber Grass, dem man auf einmal so leicht Antisemitismus vorwirft, ist sicherlich nicht derjenige in diesem Land, der dieses Etikett verdient hat.

Wer Antisemit ist, bestimme ich!

Dienstag, April 10th, 2012

Und noch ein exzellenter Beitrag zum Thema Günter Grass. Moshe Zuckermann über den inflationären Gebrauch der Anklage des Antisemitismus: „Wer Antisemit ist, bestimme ich!“taz, 10. April 2012

Was auch noch gesagt werden muss

Montag, April 9th, 2012

Während der Mainstream über Grass herfällt, viele jedoch vor Grass kapitulieren, versuchen sich andere in einer ideologiekritischen Analyse. Dabei richtet vor allem Moshe Zuckermann das Auge auf den Hauptgrund des Konflikts zwischen Israel und dem Iran sowie auf die Banalisierung des Holocausts durch die israelische Botschaft, Graumann und Co. Noam Chomsky, Rolf Verleger, Moshe Zuckermann und andere über Gedichte, Grass und das Freidrehen der Medien: „Was auch noch gesagt werden muss“Hintergrund, 6. April 2012

Rancière über Finkelstein

Dienstag, Februar 28th, 2012

Die eigentliche Kontroverse bezüglich Finkelsteins „Holocaust-Industrie“? Zumindest überdenkbar: „Rancière über Finkelstein (aber eigentlich über die Oktoberrevolution)“Ofenschlot, 24. Februar 2012.

Rolf Verleger zum Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages

Freitag, Februar 24th, 2012

Etwas an mir vorbeigegangen ist ein Leserbrief von Rolf Verleger, ehemaliges Mitglied des Zentralrates, an die FAZ. Barth-Engelbart hat ihn auf seinem Blog veröffentlicht: „Zu “Antisemitismus weit verbreitet” (FAZ vom 24. Januar, S.4)“

Von Antisemiten und Kindergärten

Dienstag, Februar 21st, 2012

Wie die National Union of Israeli  Students das Land verteidigt,  erklärt uns Adam Keller: „About Antisemites and Kindergartens“Crazy Country, 7. Januar 2012.

Zum Antisemitismusberichts des Deutschen Bundestages

Samstag, Februar 11th, 2012

Etwas untergegangen in der Mailflut der letzten Tage ist ein Hinweis von Susann Witt-Stahl zu ihrem letzten Artikel, der sich inhaltlich mit dem vor kurzem veröffentlichten Antisemitismusbericht des Deutschen Bundestages beschäftigt und dabei einige sehr zutreffende Aussagen macht: „Auschwitz als machtpolitisches Kalkül“Hintergrund, 27. Januar 2012