Archive for the ‘Dokumentation’ Category

American Radical – The trials of Norman Finkelstein (Dokumentation)

Sonntag, Oktober 10th, 2010

In den letzten zwölf Monaten ist „American Radical – The trials of Norman Finkelstein“, eine Dokumentation der beiden Filmemacher David Ridgen und Nicolas Rossier, weltweit auf Dutzenden Filmfestivals gezeigt worden. Neben vielen amerikanischen Großstädten wie New York oder San Francisco unter anderen auch in Jerusalem, Beirut, Montreal, Warschau, Istanbul, Moskau, Buenos Aires oder London. Es ist nicht schwer zu erraten, wo dieser Film bisher totgeschwiegen wird: in Deutschland.

American Radical - FilmplakatDabei wird Norman Finkelstein, Sohn von Überlebenden des Warschauer Ghetto­aufstands, nicht nur in der BRD kontrovers diskutiert, sondern auch in zahlreichen anderen Ländern – dies vor allem aufgrund seines Buches „Die Holocaust-Industrie“1, in dem er pro-israelischen Organisationen vorwirft, die Shoah auf Kosten der Überlebenden und auf dem Rücken der Ermordeten für ihre Zwecke auszubeuten und zu instrumentalisieren. Finkelstein schlug eine Welle der Empörung und der Verleumdung entgegen2, die bis heute nicht abgerissen ist und in Deutschland ihren gegenwärtigen Höhepunkt mit der Verhinderung seiner Auftritte in Berlin und München erreichte.3 Zugegeben: Finkelstein spielte der europäischen Rechten mit diesem Buch durchaus in die Hände. Seine Intention war dagegen eine gänzlich andere. So folgerte selbst der 2007 verstorbene Raul Hilberg, Vater der internationalen Holocaust­forschung4, dass Finkelsteins Ton zwar extrem polemisch sei, seine Schlussfolgerungen aber eher moderat.5

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  1. „Die Holocaust-Industrie – Wie das Leiden der Juden ausgebeutet wird“, 2001 erschienen im Pieper-Verlag []
  2. Gleich drei Bücher widmeten sich Finkelsteins Buch und der darauf folgenden Diskussion: „Gibt es wirklich eine Holocaust-Industrie – Zur Auseinandersetzung um Norman Finkelstein“, herausgegeben von Ernst Pieper. Dabei stellt der Band „Ein ‚jüdischer David Irving‘? Norman G. Finkelstein im Diskurs der Rechten – Erinnerungsabwehr und Antizionismus“, herausgegeben von Martin Dietzsch und Alfred Schobert, nur eine Sammlung von Zeitungsartikeln dar. Das dritte Buch habe ich vergessen, es war aber auch ein Sammelband, ich erinnere mich aber nicht an den Namen. []
  3. Siehe auch den äußerst lesenswerte Beitrag bei Rhizom. []
  4. Hilbergs Werk „Die Vernichtung der europäischen Juden“ erschien schon 1961 und ist – in den folgenden Jahren fortlaufend aktualisiert – bis heute das herausragendste Standardwerk auf diesem Gebiet. []
  5. Siehe Interview im Film. []

Israels PR-Krieg (Dokumentation)

Dienstag, August 3rd, 2010

Lia Tarachanskys neuste Kurz-Doku: „Israel’s PR War“


(via Mondoweiss)

Neues einstündiges Video über den Angriff auf die Mavi Marmara veröffentlicht

Samstag, Juni 12th, 2010

Ein weiteres Puzzelstück über die angebliche Notwehr der IDF während des Blutbads auf dem unter türkischer Flagge fahrenden Passagierschiff Mavi Marmara der sog. „Freedom Flotilla“.  Die Filmemacherin und Regisseurin Iara Lee und ihr Kamermann von Cultures of Resistance schafften es ein einstündiges Video vor der Beschlagnahme durch die IDF zu retten. Als sich die israelische Marine näherte, änderte das Schiff die Route, weg von Gaza in Richtung Norden,  um einen Zusammenstoß in der Nacht zu vermeiden. Iara Lee gab Amy Goodman gestern ein Exklusivinterview zu dem neuen Video, veröffentlicht wurde es auch bei „The Lede Blog“ der New York Times, wo man auch ein wenig über den Hintergrund erfahren kann. James Herffenan bekam auf Reaktion zu dem neu aufgetauchten Video ebenfalls ein „Exklusivinterview“ für „The Huffington Post“ mit Netanyahu, der das Video „kommentierte“.

Auf dem Video selber sieht man (nach ca. 30 Minuten Momentaufnahmen betender oder schlafender Aktivisten) dann ein israelisches Boot, was an das Schiff heran fährt. Sofort wird das Feuer ohne Vorwarnung mit Tränengas, Paintballs und Blendgranaten auf die Passagiere eröffnet. Einige Schüsse hören sich zudem an wie scharfe Munition. Daraufhin werfen einige Passagiere Flaschen auf die Boote und einige bewaffnen sich mit Eisenstangen, wahrscheinlich aus Geländern des Schiffes entnommen. Dann kommt der Hubschrauber und man sieht Laserpointer von Gewehren auf Deck umherwandern.

Es gibt einen Cut zu ungefähr der Zeit, als das erste Kommando von den Aktivisten überwältigt wurde und nun greift die zweite Welle vom Hubschrauber das Schiff an. Der Hubschrauber wird von zwei jüngeren Männern mit Zwillen beschossen. Und dann tauchen die ersten Verwundeten auf und man vernimmt mehrere Schüsse. Im inneren des Schiffes zeigt ein Amerikaner eine Liste mit Bildern von Aktivisten, die angeblich bei den Soldaten gefunden wurde, die das Schiff stürmten und dann überwältigt wurden. Danach Verletzte und Angst in den Augen der meisten Passagiere. Aber seht selbst.

Checkpoint – Machssomim (2003)

Donnerstag, Mai 27th, 2010

Das Thema ist und bleibt aktuell. Der Film von Yoav Shamir zeigt den ebenso banalen wie harten Alltag an den Grenzkontrollpunkten zwischen Israel und Palästina. Täglich können die israelischen Grenzsoldaten ihre Besatzerrolle ausspielen und ihre Macht genießen, wenn Palästinenser die Kontrollpunkte passieren wollen, um zur Arbeit oder zum Arzt zu gehen. Andererseits sind sie trotz schwerster Bewaffnung nie sicher vor terroristischen Anschlägen.

Die West Bank und der Gaza-Streifen werden seit 1967 vom israelischen Militär kontrolliert. Täglich müssen Tausende von Palästinensern die Kontrollpunkte passieren, wenn sie zur Arbeit oder zum Arzt müssen, Verwandte besuchen oder einfach nur wieder nach Hause wollen. Angesichts der Gefahr von Terroranschlägen sind die Soldaten an den Checkpoints schwer bewaffnet, die Kontrollen streng. Die Nervosität der Grenzer ist spürbar. Manche fühlen sich in ihrer Besatzerrolle sichtlich unwohl. Andere genießen ihre Macht, und so kommt es Tag für Tag zu Schikanen gegenüber den Palästinensern. Sie müssen stundenlang im Regen warten oder werden ohne Begründung heimgeschickt. Es sind oft persönliche Faktoren, die den Ausschlag geben, ob sie hinübergehen dürfen oder nicht. Diese Begegnungen zwischen den israelischen Soldaten und der palästinensischen Bevölkerung haben tief greifende politische und gesellschaftliche Auswirkungen. Sie vertiefen den Graben auf beiden Seiten.

Zwei Jahre lang filmte Yoav Shamir an den Checkpoints um die Städte Nablus, Jenin und Ramalah. Ohne jemanden zu denunzieren, zeigt „Checkpoint“ die oft banale und meist harte Realität – vor und hinter den Absperrungen. (Quelle: Israel-Palästina)

Peace, Propaganda and the Promised Land (2003)

Dienstag, Mai 18th, 2010

Peace, Propaganda & the Promised Land provides a striking comparison of U.S. and international media coverage of the crisis in the Middle East, zeroing in on how structural distortions in U.S. coverage have reinforced false perceptions of the Israeli-Palestinian conflict. This pivotal documentary exposes how the foreign policy interests of American political elites–oil, and a need to have a secure military base in the region, among others–work in combination with Israeli public relations strategies to exercise a powerful influence over how news from the region is reported.

Through the voices of scholars, media critics, peace activists, religious figures, and Middle East experts, Peace, Propaganda & the Promised Land carefully analyzes and explains how–through the use of language, framing and context–the Israeli occupation of the West Bank and Gaza remains hidden in the news media, and Israeli colonization of the occupied terrorities appears to be a defensive move rather than an offensive one. The documentary also explores the ways that U.S. journalists, for reasons ranging from intimidation to a lack of thorough investigation, have become complicit in carrying out Israel’s PR campaign. At its core, the documentary raises questions about the ethics and role of journalism, and the relationship between media and politics.

Interviewees include Seth Ackerman, Mjr. Stav Adivi, Rabbi Arik Ascherman, Hanan Ashrawi, Noam Chomsky, Robert Fisk, Neve Gordon, Toufic Haddad, Sam Husseini, Hussein Ibish, Robert Jensen, Rabbi Michael Lerner, Karen Pfeifer, Alisa Solomon, and Gila Svirsky. (Quelle: offizielle Homepage)

Promises – The Film (2001)

Samstag, Mai 8th, 2010

PROMISES follows the journey of one of the filmmakers, Israeli-American B.Z. Goldberg. B.Z. travels to a Palestinian refugee camp and to an Israeli settlement in the West Bank, and to the more familiar neighborhoods of Jerusalem where he meets seven Palestinian and Israeli children.

Though the children live only 20 minutes apart, they exist in completely separate worlds; the physical, historical and emotional obstacles between them run deep.

PROMISES explores the nature of these boundaries and tells the story of a few children who dared to cross the lines to meet their neighbors. Rather than focusing on political events, the seven children featured in PROMISES offer a refreshing, human and sometimes humorous portrait of the Palestinian-Israeli conflict.

PROMISES, a film by Justine Shapiro, B.Z. Goldberg and co-director and editor Carlos Bolado, was shot between 1995-2000.

The Children

The 7 children featured in PROMISES were filmed over 4 years when they were 9-12 years old:

  • Yarko & Daniel. Secular Israeli twin boys living in Jerusalem.
  • Faraj. A Palestinian refugee boy living in the Deheishe Refugee Camp in the West Bank.
  • Sanabel. A Palestinian refugee girl in the Deheishe Refugee Camp in the West Bank.
  • Shlomo. An ultra-orthodox Jewish boy in the Jewish Quarter of the Old City of Jerusalem.
  • Mahmoud. A Palestinian boy living in East Jerusalem.
  • Moishe & sister Raheli live in the Beit El Settlement in the West Bank

(Quelle: offizielle Homepage von Promises)

To Shoot an Elephant (2009)

Dienstag, März 23rd, 2010

Sinopsis

„…afterwards, of course, there were endless discussions about the shooting of the elephant. The owner was furious, but he was only an Indian and could do nothing. Besides, legally I had done the right thing, for a mad elephant has to be killed, like a mad dog, if it’s owner fails to control it“.

To Shoot an  Elephant

George Orwell defined a way of witnessing Asia that still remains valid. „To shoot an elephant“ is an eye witness account from The Gaza Strip. December 27th, 2008, Operation Cast Lead. 21 days shooting elephants. Urgent, insomniac, dirty, shuddering images from the only foreigners who decided and managed to stay embedded inside Gaza strip ambulances, with Palestinian civilians.

George Orwell: “Shooting an elephant” was originally published in New Writing in 1948. (mehr …)

The Iron Wall (2006)

Freitag, März 19th, 2010

In 1923 Vladimir Jabotinsky, leading intellectual of the Zionist movement and father of the right wing of that movement, wrote:

„Zionist colonization must either stop, or else proceed regardless of the native population. Which means that it can proceed and develop only under the protection of a power that is independent of the native population – behind an IRON WALL, which the native population cannot breach.“

From that day these words became the official and unspoken policy of the Zionist movement and later the state of Israel. Settlements were used from the beginning to create a Zionist foothold in Palestine.

After 1967 and the occupation of the West Bank and Gaza, the aim of the settlement movement became clear – create facts on the ground and make the creation of a Palestinian state impossible. Thirty nine years of occupation and the policy started showing results. There are now more than 200 settlements and outposts scattered throughout the West Bank blocking the geographic possibility of a contiguous Palestinian territory.

The Iron Wall documentary exposes this phenomenon and follows the timeline, size, population of the settlements, and its impact on the peace process. This film also touches on the latest project to make the settlements a permanent fact on the ground – the wall that Israel is building in the West Bank and its impact on the Palestinian’s peoples.

Settlements and related infrastructures are impacting every aspect of life for all Palestinians from land confiscation, theft of natural resources, confiscation of the basic human rights, creation of an apartheid-like system, to the devastating impact in regards to the future of the region and the prospect of the peace process.

Palestinians and Israelis began the peace process based on a very simple principle: land for peace. Settlements destroy that principle and create a land with no peace.

Official Webside: The Iron Wall

Jerusalem – The East Side Story (2008)

Mittwoch, März 17th, 2010

One of the latest shipment of history is the Israeli occupation. In 1948, the western part of the city fell under Israeli control; in 1967, the eastern part fell under Israeli occupation. Since then, Israel has pursued a policy of Judaizing the city, aiming to achieve Jewish demographic superiority. Part of this policy is to drive Palestinian Muslims and Christians out of the city; denying their presence, history, and ties to the land.

The documentary takes you on a journey exposing Israels policy to gain supremacy and hegemony over the city and its inhabitants. It also touches on the future of the city: Jerusalem is the key to peace; without Jerusalem, there is no peace for anyone. The film includes interviews with Palestinian and Israeli leaders, human rights activists and political analysts. (Quelle: offizielle Homepage)