Während das Szeneblättchen Jungle World, in dem (nicht nur) das Bahamas-Kollektiv oder deren Ehemalige seit Jahren ihren antimuslimischen Rassismus und Antisemitismus Philosemitismus verbreiten, ungehindert an den Linken Buchtagen in Berlin Mitte Juni teilnehmen darf, wird der Laika-Verlag aus Hamburg kurzerhand ausgeschlossen.

Warum? Man maßte sich an, das Buch „Midnight on the Mavi Marmara – The Attack on the Gaza Freedom Flotilla and How It Changed the Course of the Israel/Palestine Conflict“ zu übersetzen und herauszugeben. Autoren dieses Sammelbandes über den Angriff der israelischen Marine auf die sog. Gaza-Flotte sind unter vielen anderen Noam Chomsky, Moshe Zuckermann, Omar Barghouti, Haneen Zoabi, Sara Roy und Norman Finkelstein.

Was für Lügen über den blutigen Überfall der IDF beispielsweise in der Konkret von selbsternannten, auch in der Jungle World schreibenden „Freunden“ Israels wie Alex „Schuld ist nicht der Siedlungsbau, sondern der Judenhass der Araber“ Feuerherdt verbreitet wurden, habe ich schon damals sehr präzise offen gelegt. Aber lediglich lügen reicht wohl nicht mehr aus, um die harten Fakten aus der eigenen Realität zu streichen. Denn um so mehr über die Menschenrechts­verletzungen oder die Geschichte Israels vor allem durch israelische Dissidenten weltweit der Öffentlichkeit bekannt wird, um so weniger schaffen es die Apologeten der herrschenden israelischen Politik diese Belege noch zu leugnen oder zu verschleiern. Wieder einmal bedarf es der Zensur. Man kann nur hoffen, dass sich viele Verlage dem Solidaritätsaufruf des Laika-Verlags anschließen und diese Buchtage zu einer einsamen Farce werden lassen.