Apologeten wie Tilman Tarach oder Alex Feuerherdt versuchen, ganz wie ihre amerikanischen oder israelischen Vorbilder, aus den Palästinensern die „neuen Nazis“ zu machen und zeichnen daher eine angebliche Kontinuität von Adolf Hitler, über den Großmufti von Jerusalem zu den heutigen palästinensischen Konfliktparteien. Dominique Vidal bringt es in seinem Kommentar in der taz auf den Punkt:

Dritte Frage: Tragen die Palästinenser die mindeste Verantwortung für die Shoah? Ein aktuelles Buch von Gilbert Achcar zeigt, dass die überwiegende Mehrheit von ihnen am Kampf der Alliierten gegen Nazideutschland teilgenommen hat, während die Kollaboration des Muftis von Jerusalem und seiner SS-Legion, die ausschließlich aus Muslimen vom Balkan bestand, ein marginales Phänomen darstellte. Warum also sollen sie, 66 Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg und 64 Jahre nach dem UN-Teilungsplan für Palästina, weiter damit fortfahren, die „Rechnung“ für den Völkermord der Nazis zu bezahlen?