„We have no intention of leaving Judea and Samaria [West Bank]. We will remain here in one way or another for hundreds and thousands of years.“ (Generalmajor Ya’ir Naveh,  Befehlshaber der Besatzungstruppen im Westjordanland bis 2007)

Der Dokumentarfilm „Occupation 101: Voice of the Silenced Majority“ von Sufyan und Abdallah Omeish aus dem Jahre 2007 handelt über den israelisch-palästinensischen Konflikt. Dabei werden kurz die Ursprünge des Konflikts gezeigt – die ersten Einwanderungswellen, die Vertreibung 1947/48, die Besetzung der restlichen Gebiete 1967 – um sich dann vor allem den letzten 20 Jahren, von der Ersten über die Zweite Intifada und Israels „Abkoppelungsplan“ bis zu den Hintergründen der israelisch-amerikanischen Beziehungen zu widmen. Im Mittelpunkt des Films steht jedoch vor allem die israelische Besetzung des Westjordanlandes und des Gazastreifens sowie deren Auswirkung auf die palästinensische Bevölkerung. Zahlreiche Interviews, unter anderem mit Jeff Halper, Noam Chomsky, Amira Hass oder Rashid Khalidil gewähren Einblicke in das alltägliche Leben der Menschen in den besetzten Gebieten. Occupation 101 zeigt uns die Realität des blutigen, über 40 Jahre anhaltenden Konflikts für die palästinensischen Zivilbevölkerung. Aber der Film trägt eine machtvolle Nachricht in sich: dass ein gerechter Frieden möglich ist und Palästinenser und Israelis gemeinsam leben können.

„Those who really care about the interests of Israel should exert all the pressure possible in order to force Israel to stop the aggression, stop the repression and the occupation.“ (Peretz Kidron – Yesh Gvul, Soldaten, die sich weigern in den besetzten Gebieten zu dienen)