Warum leben so viele Israelis in Berlin?

Heute ist der 27. Januar und somit Holocaustgedenktag. Anlass für die tagesschau darüber zu berichten:

Der Holocaust hat Deutschland und Israel auf einzigartige Weise miteinander verbunden. Das zeigen die vielen Deutschen, die in Israel ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren – und das zeigt auch das “Junge Philharmonische Orchester Jerusalem-Weimar”. In Berlin leben inzwischen 15.000 Israelis.

[...]

Und es wirkt tatsächlich eine eigenartige gegenseitige Anziehungskraft zwischen dem Volk der Täter und dem Volk der Opfer. Oder warum leben heute 15.000 Israelis in Berlin?

Warum? Lassen wir die völkischen Dämlichkeiten in dem Text erst einmal weg: Das kann ich dir genau beantworten, lieber Sebastian Engelbrecht. Neben der lockeren Atmosphäre, den billigen Mieten und den angeblich unübertroffenen Ausgehmöglichkeiten gibt es einen Hauptgrund, warum es immer mehr Israelis nicht nur nach Berlin, sondern auch beispielsweise in die USA treibt1: eine rechtsextreme Regierung, die nicht Willens ist Frieden mit den Palästinensern zu schließen und immer mehr Siedlungen baut und dabei ein gesellschaftliches Klima schafft, dass jedem säkularen und/oder linksliberalen Menschen mehr als genug Gründe gibt, das Weite zu suchen. Und wer unterstützt diese Regierung dabei fleißig? Shocking news? 

  1. Zeit Online: “Israel wird den Säkularen zu religiös” []

Hide the 1709 map of Holy Land, it doesn’t show Israel!

(via Mondoweiss)

Sören Pünjer (Redaktion Bahamas) und seine Freunde von der Defence League

Sören Pünjer, unser Lieblingsredakteur der eng mit der Jungle World verknüpften Bahamas, fröhnt ja vielen Hobbys. Manchmal trifft er sich auf ostdeutschen Raststätten oder Feldwegen mit einer Gruppe von Hooligans, viele mit lupenreiner nationalsozialistischer Gesinnung, um sich einen “fairen Fight” mit einer anderen Gruppe Hooligans, unter denen sich ebenfalls nicht wenige lupenreine Nazis befinden, zu liefern. Das nennt man in manchen Kreisen dann “sportlichen Wettkampf”.

An anderen Tagen geht er zum Beispiel in der Jerusalemgemeinde zu Berlin seinem weiteren Hobby nach: Kommunisten oder Antifaschisten verschiedenster Provenienz als Antisemiten oder auch wahlweise als Nazis zu beschimpfen und sich als großen Kämpfer gegen den (leider nicht zu knapp existierenden) Antisemitismus aufzuspielen.

Ansonsten, so hört man, steht Pünjer auch gerne mal in Berlin in einschlägigen Szenekneipen oder “Festsälen” an der Tür oder auch als zweite Wahl am DJ-Pult.

Sein neustes Hobby: Rechtsextreme verharmlosen. Warum? Beide teilen eine Vorliebe für Fußball, die Dritte Halbzeit und:

Die "Antifaschisten" ...

Da ist es auch ganz egal, dass es sich bei der English Defence League sicherlich nicht um lediglich ein paar “patriotisch Fußballfans” handelt, wie Pünjer uns vor einem Jahr in einem seiner  Artikel in der Bahamas weismachen wollte1.

Wenn es gegen Muselmänner und für Israel geht, dann sieht man auch über solche Unschicklichkeiten gerne mal hinweg:2

...der "English Defence League".

Ein EDL-Unterstützer zeigt den Hitlergruß (Leeds, 2009)

Reiner Zufall?

Oder nur eine ärgerliche "Ausnahme"?

Der walisische Ableger der EDL

Wie es zu einer solchen Kehrtwende innerhalb des sog. antideutschen Lagers kommen konnt, erklärt uns Gerhard Hanloser teilweise in seinem Skript zu einer Veranstaltung im Dezember letzten Jahres in Berlin: “Anti?deutschland 2011″

 

  1. Urkomisch ist die Beweisführung von Pünjer schon. Man wird erinnert an das Aufzählen von jüdischen Kommunisten und anderer Linker durch Gegner der israelischen Politik. []
  2. Ich will betonen, dass sich die Kritik an der EDL nicht darauf beschränkt, dass sich dort viele Nazis tummeln.  Auch ohne Nazis in ihren Reihen handelt es sich bei der EDL um einen Haufen gewaltbereiter, rechtsextremer, rassistischer Nationalisten. Es braucht da sicherlich nicht erst eines Hitlergrußes. []

Wer findet den Fehler?

Irgendetwas stimmt hier doch nicht. Nur was?

(Fundstelle: irgendwo auf Facebook)

“Wir haben mit der Bahamas nichts zu tun”

Sobald man die persönlichen, publizistischen oder politischen Verbindung in der “antideutschen Szene” aufgreift und den offenen Rassismus und Bellizismus kritisiert, wehrt sich die andere Seite, indem sie (unter anderem) behauptet, Positionen der Zeitschrift Bahamas und ihrer Redakteure (oder anderer ihr näher stehender oder gleichkommender Gruppen, Publikationen oder Einzelpersonen) hätten keine Bedeutung, denn diese wäre isoliert. Dass das genaue Gegenteil zutreffend ist, fasst ein Kommentar aus einer Diskussion bei rhizom kurz und knapp zusammen:

“Seit wievielen Jahren wird jetzt eigentlich behauptet, die Bahamas spiele politisch keine Rolle mehr? Die Zeitung, in der nach der Bahamas die mit Abstand meisten Bahamas-Redakteure regelmäßig schreiben, ist die Jungle World, die in fast jeder szenelinken WG, jedem Infoladen, jeder Buchhandlung herumliegt. Krug, Scheit, Dahlmann, Osten-Sacken, Grigat, Feuerherdt, Nachtmann, Lenhard, Maul, Gerber, Worm … – alle dürfen sie darin schreiben. Auszüge aus Mauls und Lenhards Büchern wurden darin vorveröffentlicht. Sieht so politische Irrelevanz aus? Die Bahamas allein wäre wirklich kaum ein Problem. Aber es ist schlichtweg gelogen, dass ihre Autoren keine publizistische Reichweite hätten.”

Top Ten Anti-Israel/Anti-Semitic Slurs 2011

Die Nummer 9 der  “Top Ten Anti-Israel/Anti-Semitic Slurs 2011″ ist dieses Jahr Hermann Dierkes, der Kreisvorsitzende der Linkspartei in Duisburg :

“Oppose the moral blackmail of the so-called Holocaust! [“Wahrheit macht Frei!”] Truth makes free!”

Hermann Dierkes, leader of the Left Party in Duisburg, Germany, April 2011.  From a flyer on the Left Party’s website with a swastika morphing into a Star of David calling for a boycott or Israeli products and labelling Israel a “rogue state” and a “warmonger.” Arbeit macht Frei (work makes free) is inscribed on the gates of Nazi concentration camps including Auschwitz and Dachau.   (Simon Wiesenthal Center)

Der Beschuldigte antwortet in der jungen welt, warum gerade er auf der Liste zu finden ist:

“Das frage ich mich auch. Mir wird Antisemitismus unterstellt, weil auf unserer Jugend-Homepage ein Flugblatt aufgetaucht war, das uns offenbar von einem Hacker untergeschoben worden war. Wir haben sofort, nachdem wir darauf aufmerksam wurden, Strafanzeige gestellt – die Spur ließ sich aber nur bis in den Raum Essen/Gelsenkirchen zurückverfolgen.

Obwohl wir uns von diesem Flugblatt sofort schärfstens distanziert haben, wird es immer wieder zum Anlaß genommen, uns und mir persönlich Antisemitismus vorzuwerfen. Natürlich wurde die Datei sofort gelöscht. Wir haben allerdings den Verdacht, daß dieser Text mit Absicht auf unserer Jugend-Homepage an unübersichtlicher Stelle plaziert wurde, um ihn zu einem geeigneten Zeitpunkt gegen uns instrumentalisieren zu können.” (“Lächerlicher geht es wohl kaum noch”junge welt, 19. Dezember 2011)

Der „Lanzmann-Skandal“ oder Die Geschichte eines gemeinschaftlichen Tabubruchs

Auf Hintergrund erschien vor einigen Tagen eine Zusammenfassung der Geschehnisse um das Internationale Zentrum B5 in Hamburg und den Denunzianten, Rassisten/Antisemiten und in der Linken immer noch geduldeten Lars E. alias Lars Quadfasel, aufgrund dessen Lügen ein Antifaschist verurteilt wurde. Die KAH veröffentlichte nun ebenfalls einen Artikel, der das Geschehen in einigen Aspekten noch etwas genauer betrachtet und daher hier in voller Länge wiedergegeben werden soll. Auch wenn ich inhaltlich bei weitem nicht mit der KAH übereinstimme, so sind viele ihrer Punkte über die Hamburger (radikalen) Linke, die im Grunde nur stellvertretend für große Teile der Linken in Deutschland steht, absolut zutreffend.


„Die Konsequenzen begrüßen wir!“

Kommunistische Assoziation Hamburg, 15.12.2011

Der „Lanzmann-Skandal“ oder Die Geschichte eines gemeinschaftlichen Tabubruchs

In Hamburg ist ein Antifaschist verurteilt worden. „Antideutsche“ und Neue Rechte hatten ihn wegen gefährlicher Köperverletzung und Nötigung angezeigt. Die Vorwürfe waren erlogen, aber Staatsschutz und -anwaltschaft waren die Denunzianten herzlich willkommen. Statt den Vorgang zu skandalisieren, schweigt Hamburgs „radikale“ Linke. Sie lässt „Antideutsche“ und Neue Rechte gewähren. In einigen Bereichen findet sogar eine Annährung statt; immer mehr rechte Ideologie – Bellizismus, Rassismus, Wohlstandschauvinismus – sickert in ihre politische Kultur ein.

Von der Lüge zum Gericht

Die Geschichte ist schon dutzendmal erzählt. Eine Handvoll Leute, antiimperialistische Aktivisten aus dem Internationalen Zentrum B5 in Hamburg-St. Pauli, blockierte am 25. Oktober 2009 eine Veranstaltung im angrenzenden Hinterhof-Kino. Zu der hatten „Antideutsche“ der Gruppe Kritikmaximierung geladen, erklärte Gegner der B5. Die Veranstaltung musste abgesagt werden1.
Alles, was seitdem an Legenden über diesen wenig aufregenden Vorfall wuchs und gedieh, war die Frucht zweier Lügen, die die selbsternannten „Antisemitenjäger“ um Kritikmaximierung in die Welt gesetzt hatten: die Blockierer hätten „Judenschweine“ gerufen und seien gewalttätig geworden. Die Mär vom „antisemitischen Schläger-Mob auf St. Pauli“ war geboren, und es bedurfte keiner weiteren Beweise, damit die bürgerlichen Medien und, ganz im Gleichklang, die linke Szene aus dieser Provinzposse eine Grand opéra machen konnten2 – medienwirksame Demonstration inklusive: Unter dem Motto „Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch linke!“ zogen kurz vor Weihnachten 2009 350 mehr oder weniger überzeugte „Antideutsche“ unter der Leitung von Andreas Blechschmidt, Sprecher der Roten Flora, und dem eigens gegründeten Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten (BGHU), flankiert vom US- und Israelfahnen, durch Hamburgs Szene-Viertel3. Parole: „Wir tragen Gucci, wir tragen Prada, Tod der Intifada!“ An der Spitze des Aufzuges auch Bastian S. der auf seiner Facebookseite in israelischer Armeeuniform posiert und erklärt, dass die rechtspopulistische Partei Die Freiheit sich „in einigen Punkten positiv hervortut“. Sie sei zwar nicht wählbar, „Grund hierfür ist jedoch nicht ihr ,Rechts-Sein‘, denn rechts der Mitte findet sich die CDU ebenso wie der Likud“4. Um einen „Streit unter Linken“ ging es also in Hamburg gar nicht5.
Selbst Claude Lanzmann persönlich wurde zur propagandistischen Unterstützung eingeflogen. Im Yuppie-Schuppen Übel & Gefährlich sollte er gegen die angeblichen „Nazis“ vom Internationalen Zentrum wettern – das Publikum durfte für den saftigen Eintrittspreis schließlich einiges erwarten. Aber Lanzmann ließ sich vom nervös stammelnden Moderator Max Dax nicht als jüdische Kanone in Stellung bringen; er wollte lieber sein neuestes Buch promoten. Also mussten die „antideutschen“ Inquisiteure die Strafexpedition selbst in die Hand nehmen: Im Mai 2010 wurde der Nachwuchs an die Front geschickt und warf die Scheiben der B5 ein6.
Kurz zuvor hatten die „Antideutschen“ weitere „Erfolge“ feiern können: zwei Wohnungsdurchsuchungen in linken Zusammenhängen durch das Landeskriminalamt. Lars E. alias Lars Quadfasel, Chef des BGHU, hatte Anzeige erstattet, weil er von einem der Aktivisten aus dem Umfeld der B5 geschlagen worden sein wollte. Über ein Jahr später (!) nahm die politische Polizei den von Quadfasel denunzierten Antifaschisten Gernot H. für eine Woche in Untersuchungshaft. Ende Oktober 2011 folgte der Prozess vor dem Hamburger Amtsgericht. H. sollte sich wegen gefährlicher Körperverletzung verantworten.

Qui melius probat, melius habet

Wer besser beweist, hat besser, sagt das Sprichwort. Wer aber den Staatsanwalt auf seiner Seite hat, kann nur gewinnen. Und so wirkte der Prozess gegen den angeblichen „antisemitischen Schläger“ wie ein Possenspiel. Bereits nach wenigen Verhandlungsminuten war klar: dem Angeklagten waren die ihm vorgeworfenen Taten (zwei gefährliche Körperverletzungen und eine Morddrohung) angedichtet worden. Hauptzeuge Lars E. verstrickte sich in Widersprüche und ein von einer Überwachungskamera aufgezeichnetes Video widerlegte E.s Aussagen zu einer der „Körperverletzungen“.
Folgerichtig schlug der Richter die Einstellung des Verfahrens vor. Der Staatsanwalt ließ sich jedoch nicht darauf ein. Drei weitere Zeugen wurden gehört: Silke O., Andreas B., beide mit Lars E. befreundet, und Hans Jörg W., sein Mitbewohner. Keiner der drei wagte allerdings zu bezeugen, dass E. von dem Angeklagten geschlagen worden war. Nicht einmal der vernommene Zivilpolizist, der vor der B5 im Einsatz gewesen war, konnte die Vorwürfe bestätigen.
Alles sprach also für Freispruch. Doch der Staatsanwalt setzte dem Richter die Pistole auf die Brust: er stellte – ganz im Sinne der seit zwei Jahren von „Antideutschen“ und bürgerlichen Medien verbreiteten antilinken Propaganda – den Angeklagten als gewaltbereiten Israel-Feind dar. Aus der Protestaktion gegen eine „antideutsche“ Veranstaltung machte er – man ahnt es – eine Aktion gegen „jüdische Filme“. Ein deutsches Gericht könne es sich heutzutage nicht erlauben, ein solches Motiv in der Urteilsfindung unbeachtet zu lassen. Es folgte die Verurteilung. Der Ausgleich für das mit den herrschendenden Machtverhältnissen kompatible Urteil: geringstmögliche Geldstrafe, zur Bewährung ausgesetzt. Der Richter ahnte wohl, dass er, hätte er anders gehandelt, als „antisemitischer Richter“ in den Fokus der Neocons gerückt wäre.

Durchgeknallt

Die Angst des Richters wäre nicht unberechtigt. Auf der Zeugen- wie auf der Zuschauerbank hatte sich ein Aufgebot von Personen zusammengefunden, das keine Skrupel kennt, wenn es gilt, gegen „Völkerrechtsfetischisten“ und „linke Nazis“ vorzugehen. Lars Quadfasel, der als Sprecher der Kriegshetzer-Kampagne Stop the Bomb! keine Bedenken hat, für seinen feuchten Traum einer Apokalypse im Nahen Osten jüdische Israelis – die favorisierten Lustobjekte seiner Täterenkel-Projektionen – in einem „Militärschlag“ gegen den Iran zu opfern, hat schon 2002 Gegnern des Irak-Krieges in einem Hassbrief Prügel angedroht7. Nicht weniger durchgeknallt: E.s Mitstreiterin Silke O. Bei studiVZ verbreitet sie Parolen wie „UNO abschaffen!“ oder „Hamburger statt Thüringer – mit McDonald`s gegen Deutschland“8. Auf ihrer eigenen Internet-Seite erklärt O., die aus ihrer Bewunderung für Geert Wilders kein Geheimnis macht, dass sie FriedensaktivistInnen, die gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan protestieren, „die Fresse verkloppen“ möchte. Die TeilnehmerInnen einer Antikriegsdemonstration, zu der der Flüchtlingsrat Hamburg mit aufgerufen hatte, erklärt sie schlichtweg für „Nazis“9.
Unter den Zuschauern saßen auch die Kulturkämpfer und Rassisten der Gruppe Sous la Plage und Heinrich K., der sich sonst rührend um politisch Verfolgte kümmert und deshalb für die Initiative „Gegen die Jagd auf Theodor zu Guttenberg“ wirbt10 . Allergisch reagiert er dagegen auf Kopftuch tragende Frauen und deren angebliche Seelenverwandte: Bauwagenplatzbewohner, Arbeitslose, „Schwarzarbeiter“, „notorische Gewohnheitskriminelle“, „Versager“ und sonstige Insassen des „Zoos“, der von dem „linken politischen Gewalttäter“ Gernot H. repräsentiert wird. Für dieses linke Gesindel empfiehlt Heinrich K. nur eines: Die Anzeige beim Landeskriminalamt11.

Dunkle Diktatur im Szene-Zentrum

Der irre Vorschlag des Guttenberg-Fans stößt mindestens bei einem Teil der Hamburger „linksradikalen“ Szene auf offene Ohren. Moralinsauer hieß es schon im November 2009 aus der Leitungsebene des „autonomen Stadtteilzentrums“ Rote Flora: „Egal, ob emotionsgeladen oder nicht: wer links und rechts, Worte und Fäuste verwechselt, ist für uns politisch – auch in breiten Bündnissen – untragbar.“ Dass die „Antideutschen“ um BGHU und Kritikmaximierung erst die Scheiben der B5 einwarfen, Polizei und Staatsanwaltschaft auf den Plan riefen und damit Hausdurchsuchungen, erkennungsdienstliche Behandlung und Haft für einen Hamburger Antifaschisten zu verantworten haben, dazu hatte das Flora-Establishment nur ein kühles Statement parat: „Dass die Auseinandersetzungen um die Blockade von ‚Warum Israel’ nicht vergessen wurden und Konsequenzen für die Beteiligten nach sich ziehen, unterstützen wir“12.
Jetzt ist ein Antifaschist verurteilt worden – wieder auf Betreiben bekannter „Antideutscher“. Ein Tabubruch. Aber die empörten „Untragbar!“-Rufe der Floristen bleiben weiterhin aus. Stattdessen rollen sie der von der Rosa Luxemburg Stiftung finanzierten Kritikmaximierung und ihrer rechten Propaganda den roten Teppich aus: Monatlich dürfen die „Maximierer“ künftig ihre Neocon-Referenten von Associazione delle Talpe bis Classless Kulla auf der Flora-Bühne präsentieren.
Der „Lanzmann-Skandal“ und die Reaktionen, die er unter den Floristen auslöste, macht die eklatanten politischen Verschiebungen in der „Linken“ hierzulande deutlich. Immer mehr geht sie auf Distanz zu Antiimperialismus und konsequentem Antikapitalismus. Die Weichen für diesen Rechtsruck wurden nicht erst 2004 gestellt, als Mitglieder des Rote-Flora-Plenums sich an der Bahamas-Demonstration „Flagge zeigen! Für Israel gegen Old Europe“ gegen die – damals noch – autonome Linke in Hamburg beteiligt und somit gegen ihr eigenes Zentrum protestiert hatten. Es sollte also nicht verwundern, dass sich Autonomen-Sprecher Andreas Blechschmidt nicht nur als PR-Manager für die mittlerweile vom Hamburger Senat mit viel Wohlwollen beobachtete Entwicklung der Roten Flora zur Radical-Chic-Marke, sondern auch als Dauerbeauftragter für performative Empörung über „linken Antisemitismus“ (der rechte interessiert ihn nicht) profiliert. Dazu gehört auch seine medienwirksame Anbiederung an den neokonservativen Konsens. 2009 gestand er reumütig der taz, er habe „damals“, vor 20 Jahren, noch „Boykottiert Israel“ an Wände gesprüht13.
Zur Erinnerung: „Damals“ war, bevor der „Ostblock“ zerschlagen wurde, als es für Opportunisten noch attraktiv und lukrativ war, ein Linksradikaler zu sein. „Damals“ war, als Israel noch weitgehend als bürgerlicher Rechtsstaat funktionierte, es zumindest noch Reste einer sozialistischen Kibbuz-Bewegung gab, seine Linke noch nicht kriminalisiert mit dem Rücken zur Wand stand – als es noch Hoffnung gab auf einen gerechten Frieden, sogar eine solidarische Koexistenz von Juden/Jüdinnen und AraberInnen. Heute, unter den Bedingungen eines weltweit entfesselten Kapitalismus, wo Israel von Ultrarechten regiert wird, die Menschen mit der faktischen Abschaffung elementarer Grund- und Bürgerrechte schikaniert werden, die Pressefreiheit in Teilen abgeschafft ist und die Lage sich so dramatisch zugespitzt hat, dass selbst Ariel Sharons Ziehtochter Tzipi Livni (während des Gaza-Kriegs 2008/2009 war sie Außenministerin) befürchtet, dass Israel sich „in eine dunkle Diktatur verwandelt“, heute werden Blechschmidt und seine Freunde nicht müde, ihre Solidarität mit der „einzigen Demokratie im Nahen Osten“ zu betonen und sich selbstgefällig als Oskar Schindlers von St. Pauli zu inszenieren.

Flora bleibt unverträglich

Da versteht es sich von selbst, dass in der Roten Flora ein Palästinensertuch-Verbot herrscht. Das Elend der entrechteten und den Gewaltausbrüchen der militanten Siedler schutzlos ausgelieferten Bevölkerung unter dem israelischen Besatzungsregime ist dort ebenso ein Tabu-Thema wie der Widerstand gegen den imperialistischen „Anti-Terror“-Krieg der NATO. Radikale antikapitalistische Praxis wird als „antisemitisch“ dämonisiert. Die Flora bleibt unverträglich – wenn auch in einem ganz anderen Sinne als es der Werbeslogan des möchtegern-subversiven Autonomen-Zentrums suggerieren will. Die Vorstellung, dass auch in (Anti-)Deutschland ein Frühling anbrechen könnte, ist der politischen Klasse der Flora ein Graus. Damit bloß kein Autonomer sich mit dem verzweifelten Kampf der Armen solidarisiere, malte Blechschmidt im Mai 2011 gemeinsam mit den saturierten Dampfschwätzern Thomas Ebermann und Karl-Heinz Dellwo den „kommenden Aufstand“ in den Banlieues von Clichy-sous-Bois bis Neuwiedenthal als Horrorszenario aus. Die Verdammten dieser Erde, so die Botschaft, sind blutrünstige Barbaren, die sich nach nichts anderem sehnen als nach der „Despotie des Bandenwesens“, kollektiver Frauenschändung und fröhlichem Judenmord14.
Aber, möchte man sagen, wenigstens positioniert sich die Flora auf der Seite der „Antideutschen“. Da weiß man, was man hat: Ein Zentrum für West-Chauvinismus, US-Fahnen-Schwenken und Merkel-Jugend-Elektropop15. Und so ließ Blechschmidt mit seiner Entourage nichts unversucht, den Geert-Wilders- und Guttenberg-Anhängern die Türen in die Hamburger Linke aufzustoßen. Aber er hatte die Szene überschätzt: Noch zieht sie vielfach leisere Töne vor: Die Kampagne der „Antideutschen“ und Neuen Rechten, vor allem deren Zusammenarbeit mit der Polizei, wird beschwiegen, das stille Goutieren zum Rückzug ins Reservat der „Unbeteiligten“ verklärt.

Beredtes Schweigen

„Hört endlich auf, eure Streitereien in der linken Szene auszutragen“ – dieser anonyme Kommentar auf der Autonomen-Internetplattform Indymedia ist exemplarisch für das ebenso schäbige wie erbärmliche Verhalten der linken Szene in den vergangenen zwei Jahren. Von einem „Sektenstreit“ und verkommener linker Debatte war die Rede (Gruppe Rantanplan), vom „gegenseitigen Versuch zweier Strömungen einander mundtot zu machen“ (Anarchistische Gruppe Rätekommunisten). Der „Lanzmann-Skandal“ – das sind die anderen.
Dass sich „Antideutsche“ gegen Linke „von der Polizei aushelfen“ lassen, sich „in den Schutz der Polizei“ begeben und „selbstverständlich auch diesmal Anzeige erstatten“, wie es in „antideutschen“ Texten der letzten Monate heißt, all das ist in der „Szene“ kein Problem mehr – solange es gegen die „richtigen“ geht: Antiimperialisten, konsequente Antikapitalisten und Antimilitaristen. Mit dem immer wieder und zu Recht beschworenen Prinzip „Keine Aussagen bei Polizei und Staatsanwaltschaft“ hat es dann ein Ende16. Den Vorwurf des Verrats an so fundamentalen Prinzipien außerparlamentarischer Oppositionsarbeit schafft man sich mit der Behauptung vom Hals, „weder Antideutsche noch Antiimps tragen zur gesellschaftlichen Emanzipation bei“ (Anarchistische Gruppe Rätekommunisten). Radikal für totalitären Kapitalismus, neoimperialistische Raubzüge, Folter und Massenmord im Namen der Zivilisation zu sein, das ist nicht gut, aber radikal dagegen zu sein, auch nicht – so flüchten die sozialdemokratisierten Linken ab durch die Mitte.
Aber selbst dort ist es einigen von ihnen nicht sicher genug. Darum gilt: Im Zweifel für die „Antideutschen“. So fühlten sich die „undogmatischen Linken“ von Avanti zu der Erklärung berufen, sie hielten es für ein „widerliches politisches Signal, den Film eines jüdischen Resistance-Kämpfers zu verhindern, der sich mit Israel beschäftigt“. Auf der anderen Seite holt sich Avanti mit dem FAZ- und Jungle-World-Autor Volker Weiß einen Kommunisten- und Islam-Hasser aufs Podium, der nicht nur seit vielen Jahren darum bemüht ist, antikapitalistischen Linken mit geschichtsklitternden Vergleichen Antisemitismus zu unterstellen, sondern auch gemäß der Strategie der Neocons und europäischen Neuen Rechten versucht, Muslime in die ideologische Nähe der Nazis zu rücken, um sie dem Feindstrafrecht ausliefern zu können.
Die festen Größen in Hamburgs linker und alternativer Szene schließlich – der Infoladen Schwarzmarkt, die Buchhandlung im Schanzenviertel oder das Centro Sociale – ziehen es vor, sich einfach gar nicht zu Wort melden. Aber ihr Schweigen täuscht. Sie haben nicht weniger ihren Frieden mit der „antideutschen“ Rechten gemacht – jeder auf seine Weise. Der Infoladen Schwarzmarkt verkauft Propagandamaterial gegen die Anti-G8-Bewegung. Der Schanzen-Buchladen, dessen Mitarbeiter auch die Demonstration gegen die B5 unterstützten, zeigt Claude Lanzmanns waffenklirrende Hymne an das israelische Militär „Tsahal“ und behauptet, darin ginge es um den Willen, „sich nicht mit der Welt abzufinden, so wie sie ist“. Das Centro Soziale stellte seine Räume schon Martin Dornis zur Verfügung, der im Januar 2011 „gegen den linken Konsens“ und für ein Bündnis mit der Neuen Rechten (Die Freiheit, Straches FPÖ und Geert Wilders) auftrat17. Im Centro durfte er im Rahmen einer Kritikmaximierung-Veranstaltung seine kruden Thesen verbreiten: „Lieber Kapitalismus pur als jene zum Zuge kommen lassen, die gegen Spekulanten und Manager hetzen, den bürgerlichen Rechtsstaat durch Horrorvisionen eines direkten Miteinanders ersetzen wollen und gegen Israel ihre massenmordrelativierenden Friedensflottillen aussenden.“

Die Linke macht sich nicht zum Affen

Das Abwiegeln, Lavieren und Schweigen weiter Teile der Hamburger Linken ist mehr als beredt – sie nehmen nur scheinbar die Haltung der drei Affen ein: nichts hören, nichts sehen, nichts sagen. Sie haben sehr gut verstanden, dass in der Szene die „antideutschen“ Rechten und damit die Fürsprecher des entfesselten Kapitalismus das Sagen haben. Seiner Übermacht haben sie sich widerstandslos unterworfen. Sie haben sich dem Antisemitismus-Vorwurf als Herrschaftsinstrument der politischen Klasse nicht nur ergeben – sie haben ihn sich zu eigen gemacht und richten ihn nun gegen alles, was ihrem falschen Frieden mit den Herrschenden noch im Weg steht. Die vorläufigen Kosten waren für sie offenbar überschaubar: offene Denunziation und Falschaussagen bei der Polizei, ein verhafteter, verurteilter Antifaschist – ein Bauernopfer.
Verändern sich die Kräfteverhältnisse der Klassen – und im Weltmaßstab spricht manches dafür –, werden die „undogmatischen Linken“, die Rotfloristen und all ihre Freunde wieder auf der anderen Seite zu landen versuchen. Es bleibt zu hoffen, dass ihr Verrat, ihre Anbiederung bei den Kriegsherren und ihr Kotau vor den heute Starken von den heute Schwachen dann nicht vergessen werden wird.

Kommunistische Assoziation (KAH)
Hamburg, im Dezember 2011

  1. Siehe unsere Dokumentationen auf http://kommunistischeassoziationhamburg.blogspot.com/ sowie den Bericht „Vom Eklat zum Event“ auf http://www.schattenblick.de/infopool/politik/report/prber026.html []
  2. KAH: „Von der ‚antideutschen‘ Schmierenkomödie zur Grand opéra. Die Paralyse der Kritik: eine Gesellschaft ohne Opposition“, http://kommunistischeassoziationhamburg.blogspot.com/2010/09/von-der-antideutschen-schmierenkomodie.html []
  3. KAH: „,Antideutsche‘ Demonstration gegen ,Antisemitismus von links‘ erweist sich als Holocaustrelativierung und Kriegstreiberei“, http://kommunistischeassoziationhamburg.blogspot.com/2010/09/antideutsche-demonstration-gegen.html []
  4. Die Aussagen postete Bastian S. auf der Facebook-Seite der Kampagne Hamburg für Israel unter: http://www.facebook.com/groups/128120110542652/. Mittlerweile sind sie dort nicht mehr zu finden. Aber die Screenshots liegen KAH vor. []
  5. s. Bericht „Kein Streit unter Linken…Demo der Antideutschen in Hamburg“: http://www.schattenblick.de/infopool/politik/report/prber025.html []
  6. s. unsere Dokumentation „‚Antideutsche‘ attackieren das Internationale Zentrum B5“ auf
    http://kommunistischeassoziationhamburg.blogspot.com/2010/09/dokumentiert-antideutsche-attackieren.html []
  7. http://puk.de/es/component/k2/item/801-das-ende-linker-politik-an-der-uni-hannover.html, http://antifa.unihannover.tripod.com/aktuell2002.html []
  8. Screenshots ihres studiVZ-Eintrags liegen KAH vor []
  9. www.myissue.de []
  10. http://www.facebook.com/kordewiner?sk=info (unter „Aktivitäten und Interessen“ einfach auf „Andere Seiten anzeigen“ klicken) []
  11. https://plus.google.com/103682961246394941318/posts/h7AgeAMn2Au []
  12. Zeck Nr. 156. Mai/Juni 2010 []
  13. http://www.taz.de/!45100/ []
  14. http://golem.kr/?p=447 []
  15. siehe Fußnote 2 []
  16. KAH: „Anna und Artur packen aus“, http://kommunistischeassoziationhamburg.blogspot.com/2010/10/anna-und-artur-packen-aus.html []
  17. http://nokrauts.org/2011/02/gegen-den-linken-konsens-dokumentation-der-beitrage-zur-veranstaltung-am-21-januar-2011-in-leipzig []

Zu den Gemeindewahlen in Berlin

Nachdem Joffe und seine “Halbstarken” bei den Gemeindewahlen in Berlin ziemlich gut abgeschnitten haben, schreibt die taz heute:

“Wer auch im Januar zum neuen Vorstand gewählt wird, hat große Aufgaben zu meistern: Er muss [...] die Integration der russischsprachigen Einwanderer vorantreiben. Sie stellen heute 80 Prozent der Gemeinde.”

Haha, ein guter Witz. Wer sich da wo integrieren müsste. Wohl eher die Westmischpoche. Was eigentlich gemeint ist: Unterordnen.

Norman Finkelstein über den letzten UN-Bericht

Der letzte Bericht der UN über den Angriff der israelischen Armee auf die Gaza-Flotte, der die Beziehungen zwischen der Türkei und Israel hat kollabieren lassen, spricht zwar über die 22 durch Mörser- und Raketen getöteten Israelis, aber mit keinem Wort werden die über 2500 Toten Palästinenser, die während des gleichen Zeitraumes durch die IDF getötet wurden, erwähnt. Norman Finkelstein, dessen inzwischen überarbeitetes Buch ”This time we went too far – Truth and consequences of the Gaza invasion”  in seiner ersten Auflage auch auf Deutsch erschinen ist, kommentiert den unter anderem mit Hilfe des kolumbianischen Gewerkschafterfreundes Uribe erstellten Bericht:

Zuckermann zu Voigts und Salzborns Antisemitismusstudie

Eine Studie mit dem Titel „Antisemiten als Koalitionspartner?“ von dem Sozialwissenschaftler Samuel Salzborn und Sebastian Voigt, Gründungsmitglied des BAK Shalom in der Linksjugend solid, sorgte Ende Mai für großen Wirbel. Die gegen die Partei DIE LINKE zahlreich erhobenen Antisemitismusvorwürfe schienen nun endlich bewiesen. Die Fraktionen von CDU/CSU und FDP fühlten sich sogar veranlasst, eine Aktuelle Stunde im Deutschen Bundestag einzuberufen. Die Debatte im höchsten Parlament der Republik mit beschämend niedrigem Niveau geriet zeitweise zum Tribunal gegen die LINKE – ebenso die darauf folgende Medienkampagne. Die Redaktion Hintergrund interessieren die Fragen: Was taugt diese Studie eigentlich wissenschaftlich? Und welche ihrer Inhalte und Thesen machen sie so geeignet für die politischen Gegner, sie als ideologisches Geschütz gegen die LINKE in Stellung zu bringen? Hintergrund bat den israelischen Historiker Moshe Zuckermann um eine kleine Expertise. Weiterlesen. (Danke an Felix)


Marx über Dr. Clemens Heni

"Einen Menschen aber, der die Wissenschaft einem nicht aus ihr selbst (wie irrtümlich sie immer sein mag), sondern von außen, ihr fremden, äußerlichen Interessen entlehnten Standpunkt zu akkommodieren sucht, nenne ich 'gemein'" (Karl Marx, MEW 26.2, S.112)

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Noteworthy

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Stephanos Mavros über Absurditäten im amerikanischen Wahlkampf: Republikanischer Präsidentschaftskandidat Santorum: „Palästinenser gibt es nicht, das Westjordanland ist Teil Israels“

 

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Benny Katzover: “The main role of Israeli democracy now is to disappear. Israeli democracy has finished its role, and it must disassemble and give way to Judaism. “Dismantle Israeli democracy and replace it with Jewish law, says settler leader” – Haaretz, 8. Januar 2012.

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Nachdem der US-Botschafter in Belgien, selber Jude und Sohn eines polnischen Holocaustüberlebenden, einen großen Anteil antijüdischer Ressentiments in den europäischen muslimischen Gemeinden dem anhaltenden Konflikt Israels mit den Palästinensern zuschreibt, fordern die Apologeten Israels seinen Kopf. Philip Weiss über eine Polit-Posse: “Read the Ambassador’s speech on settlements fostering anti-Semitism that has neocons calling for his scalp”Mondoweiss, 5. Dezember 2011

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Nicht nur mich hat vor zwei Jahren die undifferenzierte Reaktion vieler linker Gruppen und Personen überrascht, als einige Antiimperialisten versuchten, eine Aufführung des Filmes “Warum Israel?” von Claude Lanzmann durch antideutscher Rassisten und Antisemiten in Hamburg zu verhindern. Von Spex bis Junge Linke, alle waren sich in ihrem Urteil einig. Jetzt hat das Amtsgericht Hamburg diese antideutsche Schmierkomödie etwas aufgeklärt und Anna-Lena Bach fasst sie noch einmal treffend zusammen: Ausufernde Hysterie – Epilog zum „Lanzmann-Skandal“Hintergrund, 22 November 2011

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Scott McConnell von dem konservativen Magazin The American Conservative in einem interessanten Gespräch mit John J. Mearsheimer, Mitautor des Buches “Die Israel-Lobby”, und Norman G. Finkelstein über den Friedensprozess von Oslo und die Zukunft des Staates Israel. “Greater Israel—or Peace?”The American Conservative, Oktober 2011.

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